Heimniederlage gegen Iserlohn : Trotz Rekord von Backman - Eisbären verlieren

Die Eisbären haben gegen Iserlohn am Freitag viele Chancen und einen gut aufgelegten Backman. Trotzdem verlieren sie das Spiel.

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Viele Chancen, keine Tore - zum Verzweifeln für Eisbären-Trainer Uwe Krupp. (Archivbild)
Viele Chancen, keine Tore - zum Verzweifeln für Eisbären-Trainer Uwe Krupp. (Archivbild)Foto: dpa

Einen Spieler mehr auf dem Eis zu haben – das erwies sich für die Eisbären in dieser Saison nicht immer als ein Vorteil. Am Freitagabend war das anders, die Berliner erzielten alle ihre Tore in Überzahl – allerdings waren es nur deren zwei. Und das reichte nicht zum Sieg, weil die Iserlohn Roosters am Ende mehr zuzusetzen hatten und vor 11 361 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof einen 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)-Auswärtserfolg feiern konnten.

Die Eisbären mussten am Freitag verletzungsbedingt auf sechs Spieler verzichten. Trotzdem verfügte Trainer Uwe Krupp zumindest auf dem Papier über einen kompletten Kader. Und wenn gar nichts läuft, dann ist da ja immer noch Sean Backman. Der US-Stürmer brachte die Eisbären im ersten Drittel in Führung – und traf damit im siebten Spiel in Folge für die Berliner. Damit stellte Backman den Rekord von Legende Steve Walker ein, dem das vor zehn Jahren in der DEL ebenfalls gelungen war.

Das 3:2 für Iserlohn war der berühmte Treffer aus dem Nichts

Backmans Treffer fiel in Überzahl, genau wie wenig später der Ausgleich der Gäste. Die Berliner schossen insgesamt deutlich häufiger aufs Tor, wirkliche Sicherheit brachten sie aber nicht in ihr Spiel. Auch das 2:1 von Backman, das erneut im Powerplay fiel, half nicht. Wieder gelang Iserlohn recht schnell die Antwort. Die Roosters zeigten sich im Vergleich zum ersten Duell vor ein paar Wochen stark verbessert. Damals hatten sie zuhause noch 3:6 gegen Berlin verloren. Mittlerweile steht mit Rob Daum ein neuer Coach hinter der Bande, zuletzt gewann das Team auswärts sogar bei Meister EHC München.

Und tatsächlich ging Iserlohn im letzten Drittel in Führung. Es war der berühmte Treffer aus dem Nichts, die Eisbären hatten zuvor viel Druck gemacht. Doch die Chancenverwertung war einfach zu schlecht. In der Schlussphase warfen die Berliner noch einmal alles in die Waagschale, Krupp ließ längst nur noch mit drei Sturmreihen agieren. Aber alle Mühe war vergebens, die Roosters brachten ihren Vorsprung über die Zeit und bescherten den Eisbären damit die zweite Niederlage in Folge.

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