Heimserie hält : Eisbären schlagen Augsburg 3:2

Wenigstens zuhause läuft's: Die Eisbären besiegen die Augsburger Panther glanzlos mit 3:2 und hoffen nun auf Corey Locke. Der kanadische Stürmer soll aus Finnland kommen.

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Ausgleich! Florian Busch (hinten) bringt die Eisbären zurück ins Spiel.
Ausgleich! Florian Busch (hinten) bringt die Eisbären zurück ins Spiel.Foto: Matthias Kern

Auf ihre Heimstärke können sich die Eisbären verlassen. Nachdem sie zuletzt vier Auswärtsspiele hintereinander absolviert und alle verloren hatten, gewannen sie am Freitag bei der Rückkehr in die Arena am Ostbahnhof gegen die Augsburger Panther mit 3:2 (0:0, 2:1, 1:1). Die 14 200 Zuschauer in der ausverkauften Halle sahen damit den siebten Heimsieg in Serie.

Auf dem Eis tat sich im Duell der beiden Rivalen um einen Platz in den Play-offs lange wenig. Den Eisbären merkte man an, dass sie die jüngsten Niederlagen auch vor den eigenen Fans nicht einfach abschütteln konnten. Und die Augsburger taten ihrerseits nicht mehr als nötig, um Gefahr vor dem eigenen Tor zu verhindern. Erst kurz vor Ende des ersten Drittels erhöhten die Berliner den Druck und kamen gegen die passiven Gäste endlich zu Chancen.

Völlig unerwartet gelang den Augsburgern ein Blitzstart ins zweite Drittel: Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Eisbären-Torwart Rob Zepp einen Schuss von Ryan Thang mit dem Schoner abwehrte – genau vor den Schläger des freistehenden Sergio Somma, der keine Mühe hatte, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Lange fanden die nun noch verunsicherter wirkenden Berliner keine Antwort. Erst eine Überzahlsituation brachte die Wende: Aus kürzester Distanz konnte Busch den Puck zum Ausgleich über die Linie bugsieren.

Die Eisbären bekamen das Spiel mehr und mehr in den Griff und kamen endlich zu ansehnlichen Szenen. Eine führte zum zweiten Treffer: Mads Christensen lenkte einen präzisen Querpass von Andrè Rankel ins Augsburger Tor. Jamie Arniel erhöhte im Schlussdrittel mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie auf 3:1. Aber auch diesmal gelang den Eisbären nicht, was Trainer Don Jackson zuletzt vehement eingefordert hatte: Ein Spiel konzentriert zu Ende zu spielen. Zwei Minuten vor dem Ende machte Somma mit seinem zweiten Treffer das Spiel noch einmal spannend. „Das waren in unserer Situation drei ganz wichtige Punkte“, sagte Jamie Arniel, „wir haben defensiv besser gestanden als zuletzt und unsere Chancen konsequent genutzt. So müssen wir weitermachen.“

In Zukunft soll Corey Locke dazu beitragen, die Eisbären weiter zu stabilisieren. Der 28-jährige Mittelstürmer, dessen Verpflichtung finnische Medien melden, die aber noch nicht offiziell bestätigt ist, wird in Berlin auf alte Bekannte treffen: Früher spielte der Kanadier mit Julian Talbot und Matt Foy bei den Ottawa 67's zusammen. Co-Trainer war damals Vince Malette, der diesen Posten heute bei den Eisbären bekleidet. In der National Hockey League (NHL) kam Locke zu neun Einsätzen für die Montreal Canadiens, die New York Rangers und die Ottawa Senators. Eindrucksvolle Zahlen hat er in der zweitklassigen nordamerikanischen Profiliga AHL vorzuweisen. In 635 Spielen sammelte er dort 580 Scorerpunkte. Im Sommer wechselte Locke nach Europa: Seither spielte er mit überschaubarem Erfolg für den Klub TPS Turku.

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