Heimspiel gegen Aue : Intensiver Schlussspurt für Union

Der 1. FC Union muss innerhalb von acht Tagen drei Spiele bestreiten – zum Auftakt geht es gegen Aue. Auf einen Leistungsträger müssen die "Eisernen" dabei verzichten.

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Der 1. FC Union geht heute gegen Aue in den Schlussspurt der Saison.
Der 1. FC Union geht heute gegen Aue in den Schlussspurt der Saison.Foto: dapd

Am Anfang war es nur ein leichter Husten. Aber der Husten wollte nicht verschwinden. Er blieb und blieb, wurde stärker und fester. Jetzt ist aus dem Husten eine angehende Lungenentzündung geworden. Wenn der 1. FC Union am Donnerstag im Stadion An der Alten Försterei auf Erzgebirge Aue (18 Uhr, live bei Sky) trifft, wird Christian Stuff nicht mitspielen können. Er muss sich jetzt schonen, mindestens eine Woche lang.

Dumm nur, dass der Abwehrspieler in dieser kurzen Zeit drei Spiele seiner Mannschaft verpassen wird. Nach dem Spiel gegen Aue reist der 1. FC Union am Dienstag zum FC St. Pauli, ehe man drei Tage später Eintracht Braunschweig empfängt. Drei Spiele in acht Tagen – für Fußballer, gerade in der Zweiten Liga, ein intensives Programm. Unions Trainer Uwe Neuhaus sieht darin normalerweise kein Problem. „Ein gesunder, austrainierter Profi steckt diese Belastung weg“, sagt er. „Aber wir haben einige Spieler, die zuletzt verletzungsbedingt gar nicht oder nur unregelmäßig trainieren konnten. Für die wird es schwieriger.“

Für Torsten Mattuschka etwa. Der Kapitän plagte sich im Frühjahr immer wieder mit Erkältungen, nach der Niederlage in Karlsruhe konnte er zwei Tage nur eingeschränkt trainieren. Oder die verletzten Silvio und Christopher Quiering. Und eben Christian Stuff. Definitiv ausfallen werden gegen Aue aber nur Silvio, der wegen einer Knöchelverletzung noch geschont wird, Stuff und der nach fünf gelben Karten gesperrte Patrick Zoundi. Neuhaus wird seine Startformation also ändern müssen – nicht nur heute gegen Aue, auch in den kommenden Spielen soll es Wechsel geben. „Jetzt liegt es an mir, die Belastung so aufzuteilen, dass man den einen oder anderen vielleicht mal etwas früher raus nimmt.“ Auf welchen Positionen rotiert wird, will Neuhaus kurzfristig entscheiden. „Das hängt vom Verlauf der Spiele und der jeweiligen Belastung ab“, sagt er. Bei den Trainingseinheiten sollen regenerative Elemente dominieren. Alles andere mache bei dem Programm wenig Sinn.

Der 1. FC Union könnte bei entsprechender Ausbeute in der kommenden Woche sein Saisonziel – einen einstelligen Tabellenplatz – erreichen. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den VfL Bochum und Platz zehn acht Punkte, sechs Spiele sind insgesamt noch zu absolvieren. Christian Stuff wird davon wohl nur die Hälfte absolvieren können. Mit seiner Rückkehr ist frühestens für das Spiel bei Fortuna Düsseldorf zu rechnen. Sebastian Stier

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