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Hertha BSC - 1899 Hoffenheim 1:1 : Wieder kein Heimsieg: Hertha rettet gegen Hoffenheim nur Unentschieden

Hertha BSC bleibt in der Rückrunde weiter ohne Heimsieg. Gegen 1899 Hoffenheim reicht es nur zu einem 1:1 - dabei konnte sich in der Schlussphase vor allem Hertha-Torwart Thomas Kraft auszeichnen.

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Ausgeglichenes Spiel: Herthas Hosogai (l.) im Zweikampf mit Hoffenheims Volland.
Ausgeglichenes Spiel: Herthas Hosogai (l.) im Zweikampf mit Hoffenheims Volland.Foto: dpa

Kurz vor dem Ende hätte das Spiel innerhalb von Sekunden in beide Richtungen kippen können. Erst scheiterte Herthas Torjäger Adrian Ramos am Hoffenheimer Ersatzkeeper Alexander Stolz, auf der Gegenseite fingerte der Berliner Torwart Thomas Kraft einen wuchtigen Freistoß von Kevin Volland über die Latte. So ging das Sonntagsspiel vor 43 874 Zuschauern im Olympiastadion mit einem 1:1 (1:1) über die Bühne.

Das Unentschieden bringt die Berliner nicht entscheidend voran. Zwar konnte die Serie von vier Niederlagen gestoppt werden, doch Hertha BSC wartet auch nach dem sechsten Anlauf auf einen Heimsieg in diesem Jahr. Die sonst so unberechenbaren Hoffenheimer (Torverhältnis: 64:63) bleiben als Tabellenneunter vor den punktgleichen Berlinern.

„Das Unentschieden geht in Ordnung“, sagte Jos Luhukay hinterher. Herthas Trainer war nicht unzufrieden, weiß er doch, dass es zwar einigermaßen leicht ist, gegen Hoffenheim Tore zu erzielen, allerdings die starke Offensive der TSG auch jederzeit selbst in der Lage ist, einen Treffer zu machen.

Im Vergleich zur Vorwoche kehrte Thomas Kraft ins Tor der Berliner zurück. Zudem kamen John Anthony Brooks, Peter Pekarik, Hajime Hosogai und Ronny für Lewan Kobiaschwili, Nico Schulz, Sandro Wagner und den gesperrten Tolga Cigerci in die Startelf. Die Umstellungen taten Hertha zunächst gut. Die Berliner, die zuletzt arg an Zutrauen eingebüßt hatten, kamen griffig ins Spiel.

Allagui brachte Hertha früh 1:0 in Führung

Nach gut zehn Minuten gingen sie sogar in Führung. Herthas emsiger Mittelfeldspieler Per Skjelbred fing einen Hoffenheimer Pass ab. Dabei geriet sein Kopfball zu einer brauchbaren Vorlage für Sami Allagui, der sich mit einer Körpertäuschung um seinen Gegenspieler herumwickelte und plötzlich allein vor Torwart Koen Casteels auftauchte. Ein präziser Flachschuss in die lange Ecke brachte das 1:0. Es war Allaguis achtes Saisontor.

Doch mit der Führung im Rücken konnten die Berliner nicht viel anfangen. Die Hoffenheimer blieben gefälliger im Spielaufbau und kamen nach einer halben Stunde zum Ausgleich. Einen eigentlich harmlosen Angriff der Gäste nutzte Eugen Polanski zum 1:1. „War nicht so prickelnd“, sagte der Torschütze treffend. Man habe zwar versucht Fußball zu spielen, das aber viel zu selten. „Mit ein bisschen Glück gewinnen wir, mit ein bisschen Pech verlieren wir das Ding.“

Es schien Hertha nicht unrecht zu sein, dass ihnen die TSG das Spiel aus der Hand nahm. Den Berlinern fällt es schwer, das Spiel zu gestalten. Also verlagerten sie sich auf das Abjagen des Balles, doch wenn sie dann mal einen Gegenangriff einleiteten, geriet der finale Pass in die Tiefe der gegnerischen Hälfte zu oft zu schluderig. Viel zu selten kamen sie zu Abschlüssen. Und wenn, wie Adrian Ramos kurz vor und kurz nach der Halbzeit, wurden die Chancen vergeben.

Hoffenheim-Torwart Casteels verletzte sich schwer

In der zweiten Hälfte verflachte dann das ohnehin nicht besonders raffinierte Spiel. Für Luhukay war es nach einer Stunde an der Zeit, Alexander Baumjohann ins Spiel zu bringen, der dem offensiven Tun seiner Mannschaft etwas mehr Kreativität und Struktur verleihen sollte.

Zwar wurde das Spiel auch intensiver, doch die Chancen auf beiden Seiten entsprangen mehr dem Zufall. „Von uns war das eine durchschnittliche Leistung“, sagte Markus Gisdol knapp. Vielmehr berührte den Hoffenheimer Trainer die schwere Verletzung seines Stammtorwartes Koen Casteels. Der Belgier zog sich bei einer Rettungstat gegen Ramos einen Schienbeinbruch zu und musste noch am Abend operiert werden.

In der Schlussphase wurden dann noch einmal beide Mannschaften initiativ. Pech mit ihren Distanzschüssen hatten Herthas Peter Pekarik und Kevin Volland. Die vielleicht beste Gelegenheit vergab dann Ramos, der bei seinem Versuch, den Hoffenheimer Torwart zu tunneln, scheiterte. Mit der letzten Aktion des Spiels musste dann schließlich Thomas Kraft noch den Freistoß von Volland entschärfen.

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