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Hertha BSC bei Mainz 05 : Stocker und Stark fallen in Mainz aus

Die Personalsorgen von Hertha BSC werden größer: Beim FSV Mainz 05 muss Trainer Pal Dardai auch noch auf Valentin Stocker und Niklas Stark verzichten.

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Valentin Stocker (r.) kann in Mainz nicht spielen. Die Oberschenkelprobleme, die er sich im Spiel gegen Augsburg zugezogen hat, machen ihm immer noch zu schaffen.
Valentin Stocker (r.) kann in Mainz nicht spielen. Die Oberschenkelprobleme, die er sich im Spiel gegen Augsburg zugezogen hat,...Foto: dpa

Pal Dardai zählt nicht zu den Menschen, die sich schwelgend den Erinnerungen an vergangene Großtaten hingeben. Insofern reist er Ende dieser Woche ohne besondere Gefühle mit seiner Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Mainz. Dabei hat der Ort zuletzt eine durchaus wichtige Rolle für die Entwicklung von Hertha BSC gespielt. Vor rund 25 Monaten hat Dardai dort sein erstes Spiel als Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga erlebt (und 2:0 gewonnen); im Mai des vergangenen Jahres aber bedeutete das 0:0 am letzten Spieltag, dass nicht Hertha sicher in die Europa League einzog, sondern der FSV Mainz 05.

Es ist ein schönes gedankliches Experiment, wie die aktuelle Saison wohl verlaufen wäre, wenn Hertha damals gewonnen hätte. Wäre Dardais Mannschaft dann jetzt da, wo der FSV ist, in akuter Abstiegsgefahr also – und umgekehrt? Wie gegensätzlich sich beide Teams entwickelt haben, zeigt in jedem Fall, wie eng es in der Bundesliga zugeht. „Mainz hat auch eine richtig gute Mannschaft“, sagt Herthas Manager Michael Preetz. Trotzdem sind die Mainzer nach zuletzt fünf Niederlagen hintereinander in der Tabelle auf Platz 15 abgestürzt.

Duda rückt schneller in den Kader, als Dardai lieb ist

Eine leichte Aufgabe erwarten die Berliner am Samstagnachmittag trotzdem nicht. Trainer Dardai hat im ersten Training der Woche simuliert, was seine Mannschaft in Mainz erwarten dürfte. Zum Abschluss der Einheit ließ er zwölf gegen zwölf spielen, und das auf einem deutlich verkleinerten Spielfeld. Valentin Stocker war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Platz. Der Schweizer musste das Training vorzeitig abbrechen. Der Oberschenkel, der ihm schon am Sonntag gegen Augsburg Probleme bereitet hatte, machte sich erneut bemerkbar. Am Freitag wurde es dann zur Gewissheit: Der Schweizer fällt für das Spiel in Mainz aus. Genauso Niklas Stark. Der Defensivspieler fehlt den Berlinern wegen einer Überlastungsreaktion im rechten Fuß bis auf weiteres.

Die Personalsorgen nehmen dadurch langsam beängstigende Formen an. Da Vladimir Darida wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist, müsste Dardai in diesem Fall erneut den 17 Jahre alten Julius Kade in den Kader aufnehmen, was der Ungar nur bedingt hilfreich fände. Bei den Profis 90 Minuten auf der Bank zu sitzen, bringt den jungen Mann in seiner Entwicklung nicht voran; gerade in diesem Alter brauchten Talente Spielpraxis, sagte Dardai.

Ein weiterer offensiver Mittelfeldspieler nahm am Mittwoch erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Ondrej Duda ist nach seinem Muskelfaserriss wieder fit. Eigentlich sollte er in Mainz noch nicht im Kader stehen; die angespannte Personalsituation macht es nun aber möglich - und nötig. Dardai fehlen im zentralen Mittelfeld die Alternativen. Als zweiter Sechser neben Per Skjelbred könnte der Brasilianer Allan auflaufen, der in der vergangenen Woche, beim Sieg gegen Augsburg, zum ersten Mal in diesem Jahr wieder zum Einsatz kam und Anfang Dezember zuletzt bei Hertha in der Startelf stand.

Anders sieht es bei Mitchell Weiser aus, der sich ebenfalls einen Muskelfaserriss zugezogen hat und der ebenfalls für die Partie gegen Wolfsburg in der kommenden Woche eingeplant worden war. Herthas Trainer hat am Mittwoch noch einmal Rücksprache mit den Spezialisten gehalten. „Bei ihm scheint es nicht einfach zu sein“, sagte Dardai. „Das Wolfsburg-Spiel schaffen wir nicht.“

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