Sport : Hertha BSC: Bosporus statt Cottbus

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Von wegen Cottbus. Nun doch Istanbul. Am Sonntag hatte Sixten Veit bei Energie Cottbus einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Alles für die Katz. Veit, der sechs Jahre für Hertha BSC kickte, bindet sich stattdessen für zwei Jahre an Besiktas Istanbul, den Klub von Christoph Daum. Der Vertrag soll in den nächsten Tagen unterschrieben werden.

Zum Thema Saisonrückblick: Das Hertha-Konzentrat bei Tagesspiegel Online Das Glück des 31-Jährigen: Cottbus pocht nicht auf Erfüllung des Vertrages. "Wir sind sehr enttäuscht, wollten ihm aber keine Steine in den Weg legen und respektieren seinen Wunsch", erklärte Energies Manager Klaus Stabach.

Veit hatte noch vor der Unterschrift beim Bundesligisten kein Hehl daraus gemacht, dass es für ihn zum Ende seiner Fußballerkarriere ein Traum gewesen wäre, am Bosporus zu spielen. Mit seinem Berater Jörg Neubauer war er in Istanbul, die Vorverträge waren unterschrieben. Doch als Veit der Kontrakt nicht bis zum vergangenen Freitag, wie mit Istanbuls Präsident Bilgili abgesprochen, zugefaxt worden war, gab er Cottbus den Zuschlag.

Nun kam alles ganz anders. Dazu Neubauer gestern: "Wir haben heute Vormittag aus Istanbul den Bescheid bekommen, dass doch alles klar geht." Damit könne sich Veit "seinen Traum vom Bosporus erfüllen". Energie Cottbus sei man sehr dankbar, dass Veit aus seinem Vertrag entlassen worden sei.

Auch wenn Neubauer keine Zahlen nennt: Finanziell kommt Veit (und damit auch Neubauer) bei dem Transfer zum türkischen Erstligisten wesentlich besser weg. Da konnte es Herthas ehemaliger Mittelfeldrenner auch verschmerzen, dass der Kontrakt eine geringere Laufzeit hat. Allerdings weiß Veit, dass Besiktas in den vergangenen Monaten immer wieder Schwierigkeiten hatte, die Gehälter zu zahlen.

Derweil sieht sich Veit schon mal in jenem Land um, das demnächst zu seiner zwischenzeitlichen Heimat wird: Er macht mit seiner Freundin in der Türkei Urlaub.

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