Hertha BSC : Die Reservisten besiegen Regionalligist Neustrelitz 3:1

Die Reservisten von Hertha BSC besiegen den Regionalligisten Neustrelitz in einem Testspiel 3:1. Aufdrängen kann sich aus der zweiten Reihe niemand.

von
Die Reserve darf auch mal ran. Ronny, Niemeyer, Ben-Hatira, Wagner und Brooks (v.l.) standen gegen Neustrelitz in der Startelf.
Die Reserve darf auch mal ran. Ronny, Niemeyer, Ben-Hatira, Wagner und Brooks (v.l.) standen gegen Neustrelitz in der Startelf.Foto: Imago

Die Frage drängte sich natürlich auf: Sind Sie zufriedener als mit dem Spiel vor einer Woche? Vor einer Woche hatten die Profis von Hertha BSC gegen die eigene U 23 verloren. Trainer Jos Luhukay war anschließend ein wenig angefressen. Von den Reservisten, die vornehmlich zum Einsatz gekommen waren, dränge sich niemand auf, klagte der Holländer. Das sei ein echtes Problem. Am Mittwochnachmittag durften die Reservisten erneut ran, diesmal gegen den Regionalligisten TSG Neustrelitz. Waren Sie diesmal also zufriedener, Herr Luhukay? "Vom Ergebnis ja", antwortete Herthas Trainer. Mehr musste er nicht sagen. Sein Gesicht sagte alles.

3:1 (2:0) gewannen die Berliner das kurzfristig anberaumte Testspiel auf dem Vereinsgelände, das auf Luhukays Wunsch hin zustande gekommen war - damit auch die Spieler, die in der Bundesliga seltener zum Einsatz kommen, mal ein wenig Praxiserfahrung sammeln können. In der Startelf standen aus dem Profikader Rune Jarstein, John Anthony Brooks, Christoph Janker, Niko Schulz, Ronny, Änis Ben-Hatira und Sandro Wagner. Dazu bot Luhukay die Nachwuchsleute Robin Mannsfeld, Nils Fiegen und Junior Ebot-Etchi auf.

Als Beschäftigungstherapie erfüllte das Spiel seinen Zweck; als Bewerbung für höhere Aufgaben in den meisten Fällen eher nicht. Änis Ben-Hatira war deutlich anzumerken, dass ihm nach langer Verletzungspause noch die Sicherheit im Spiel fehlt, und Ronny baut selbst gegen einen Viertligisten in der zweiten Halbzeit erkennbar ab.

"Die erste Halbzeit war okay", sagte Luhukay, "in der zweiten haben wir uns zu sehr nach hinten orientiert und uns zu viele Ballverluste erlaubt." Vielleicht lag das auch daran, dass der Neustrelitzer Trainer Thomas Brdaric, der frühere Nationalspieler, seine beste Elf erst nach der Pause aufs Feld schickte. Der Tabellenführer der Regionalliga Nordost bot den Berlinern in der zweiten Hälfte ein ausgeglichenes Duell, zeigte in der Offensive einige gute Ansätze und verkürzte durch Dino Medjedovic zum 1:3-Endstand.

In der ersten Hälfte wurde Hertha in der Defensive kaum gefordert, allerdings gelang den Berlinern im Spiel nach vorne auch nicht allzu viel. Die beiden Tore von John Anthony Brooks und Sandro Wagner fielen nach einem Freistoß und einer Ecke von Ronny. Das zwischenzeitliche 3:0 erzielte Wagner per Abstauber nach einem haarsträubenden Fehler in der Neustrelitzer Abwehr.

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben