Hertha BSC : Emsiger Beginn

Lucio debütiert bei Herthas 4:0 in Babelsberg. Noch läuft das Zusammenspiel mit den Kollegen nicht rund.

Paul Linke

Potsdam - Wenn Doppelpässe sich in den Beinen des Gegners verfangen und Flanken keinen Abnehmer finden, bleibt als letztes Mittel nur noch der Weitschuss. Mehr fiel Hertha BSC beim gestrigen Testspiel gegen den Regionalligisten SV Babelsberg 03 in der ersten Halbzeit nicht ein. Trotzdem kam der Bundesligist schließlich zu einem 4:0 (1:0)-Erfolg.

Vor 3082 zahlenden Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion schlug Josip Simunic immer wieder die Bälle auf den linken Flügel zum emsigen, aber wenig effektiven Debütanten Lucio, der in der Pause ausgewechselt wurde. „Er hat nicht viel trainiert, wir wollten kein Risiko eingehen“, sagte Hertha-Trainer Lucien Favre. „Seine Qualitäten wird er aber noch zeigen.“ Zudem suchte Marko Pantelic immer wieder erfolglos das Dribbling. Das 1:0 für die Hertha musste also schon aus knapp 25 Metern fallen: In der 30. Spielminute traf Nachwuchsspieler Christian Müller, unterstützt durch den Babelsberger Torwart Carsten Busch. Müller war der auffälligste Akteur auf dem Platz.

Nach der Halbzeit brach der Widerstand des Regionalligisten. Binnen acht Minuten trafen die eingewechselten Solomon Okoronkwo (55./63.) und Sofian Chahed (54.). Chahed wird zurzeit mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. „Wir leben in einer Demokratie, da darf jeder seine Meinung äußern“, kommentierte Favre das Wechselgerücht. Für Aufregung auf dem Platz sorgten jeweils ein Lattentreffer und die durch zahlreiche Wechsel verunsicherte Defensive der Babelsberger. Dass es bei vier Toren blieb, lag an der schwachen Chancenverwertung der Berliner. „Es war trotzdem sehr interessant zu sehen, wie sich die jungen Spieler bewähren“, bilanzierte Favre ein durchwachsenes Testspiel knapp drei Wochen vor dem Bundesligastart. Paul Linke

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