Sport : Hertha BSC: Erstes Endspiel um Platz drei

André Görke

In der Fußballbranche habe viele Worte eine, nun ja, merkwürdige Bedeutung. Der Fleischtopf zum Beispiel. In der Fußballbranche steht jenes Wort für die Champions League, und darüber macht sich Falko Götz, der Trainer des Fußballbundesligisten Hertha BSC, so seine Gedanken. Heute Nachmittag trifft sein Klub im Berliner Olympiastadion auf Hansa Rostock (15.30 Uhr). Götz sagt: "Die Fleischtöpfe sind sichtbar."

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Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Unternehmer hat Berlin verklagt / Die Stadt sitzt auf 5000 StühlenDrei Punkte Rückstand sind es für Hertha auf den dritten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigt, und "für dieses Ziel wird die Mannschaft kämpfen", sagt Götz. Schon klar, nur wird die Sache verdammt schwierig: Hertha spielt noch bei Bayern München und in Leverkusen und am vorletzten Spieltag zu Hause gegen Schalke 04. Wer, bitteschön, denkt da schon an Hansa Rostock? "Wir müssen gar nicht erst auf den dritten Platz schielen, wenn wir gegen Rostock nicht gewinnen", sagt Herthas Manager Dieter Hoeneß. Im Falle der Champions-League-Qualifikation soll er den Spielern angeblich 1,7 Millionen Euro zahlen. Kommentar Hoeneß: "Die Summe ist frei erfunden."

Bei Hertha rechnen sie sich so einiges aus. Trotz der vielen Verletzten. Sebastian Deisler wird nach seinem Muskelfaserriss in dieser Saison wohl überhaupt nicht mehr spielen können, Marko Rehmer wohl erst in zwei, drei Wochen. Und da sich Manndecker Denis Lapaczinski am Dienstag das Sprunggelenk gebrochen hatte, verwundert es, wenn Götz sagt: "Unsere Personalsituation ist besser als noch vor einer Woche." Tretschok, Schmidt und Sverrisson stehen nach ihren Verletzungen wieder im Kader.

Schlechte Fußballer sind sie nicht, klar. Nur halt auch keine besonders guten. Zumindest Alex Alves dürfte eine Verstärkung sein. Herthas Stürmer kehrt nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Team zurück. Auch bei Manndecker Josip Simunic sieht es nach dessen Fußprellung gut für einen Einsatz aus.

Hertha interessiert wieder in der Stadt. Rechtzeitig zur Schlussphase der Bundesliga. Gegen Rostock hat Hertha allein 34 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt, und Manager Hoeneß hofft "endlich mal wieder auf eine Vier ganz vorn". In zwei Wochen wird das kein Problem. Da kickt Hertha BSC gegen Schalke 04, das wohl entscheidene Spiel um den dritten Tabellenplatz. Hertha hat schon 43 000 Karten abgesetzt.

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