• Hertha BSC gegen Bayern München: John Anthony Brooks: "Gegen Bayern ist es immer schön"

Hertha BSC gegen Bayern München : John Anthony Brooks: "Gegen Bayern ist es immer schön"

Herthas Verteidiger John Anthony Brooks spricht im Interview über das Bayern-Spiel, Karriereplanung und Vergleiche mit Jerome Boateng.

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John Anthony Brooks, 24, empfängt mit Hertha BSC am Samstag um 15.30 Uhr im Olympiastadion den FC Bayern. Der gebürtige Berliner absolvierte bislang 108 Bundesligaspiele für Hertha und 29 Länderspiele für die USA.
John Anthony Brooks, 24, empfängt mit Hertha BSC am Samstag um 15.30 Uhr im Olympiastadion den FC Bayern. Der gebürtige Berliner...Foto: Imago

Herr Brooks, hatten Sie nach seiner Entlassung als US-Nationaltrainer noch einmal Kontakt zu Jürgen Klinsmann?

Wir haben einmal kurz gesimst.

Wie wichtig war er für Sie als Trainer?

Ich habe sehr von ihm profitiert, sowohl fußballerisch als auch menschlich. Er hat immer auf mich gebaut, auch wenn es mal nicht so rosig lief.

Bei der Copa America im vorigen Sommer hat Klinsmann Sie sogar als besten Innenverteidiger des Turniers bezeichnet.

Das hört man natürlich sehr gern, erst recht von einer so großen Persönlichkeit im internationalen Fußball. Ich war aber auch immer motiviert, sein Vertrauen mit guten Leistungen zurückzuzahlen.

Können Sie mit Lob besser umgehen als mit Kritik?

Ich kann mit beidem gleich gut umgehen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich persönlich nicht zu sehr davon leiten zu lassen. Ich bin bei meiner eigenen Leistung sehr reflektiert und selbstkritisch und kann daher sehr gut beurteilen, wie ich gespielt habe.

Wie gut sind Sie schon auf Bayern München und Robert Lewandowski vorbereitet? Was macht ihn so schwer beherrschbar?

Er ist einfach einer der Besten. Punkt.

Belastet es Sie, gegen solche Stürmer spielen zu müssen?

Ach was! Das sind doch die Spiele und Duelle, auf die man sich besonders freut. Gegen Bayern zu spielen, ist immer schön.

Der letzte Sieg von Hertha BSC gegen den FC Bayern
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16.02.2017 17:54Pal Dardai war dabei beim letzten Sieg von Hertha BSC über den FC Bayern. Darf er jetzt auch als Trainer jubeln?

Verbinden Sie irgendwelche positiven Erlebnisse mit den Bayern?

Vor zwei Jahren haben wir in München mal 0:1 verloren. Tor von Bastian Schweinsteiger in der 83. Minute. Stimmt, oder? Trotz der Niederlage war das von der gesamten Mannschaft ein Wahnsinnsauftritt. Wir hatten genügend Chancen, hätten auch in Führung gehen können. Das hat Spaß gemacht.

Wann können Sie besser einschlafen: nach einem gelungenen Spiel oder wenn man mit Ihnen gehadert hat?

Ich bewerte das möglichst neutral. Aber es ist natürlich menschlich, dass man mit positiven Erlebnissen besser umgehen und auch ruhiger weiterarbeiten kann.

Das hört sich sehr überlegt und analytisch an. Planen Sie so auch Ihre Karriere?

Kann man das überhaupt? Als ich 17 war, hätte ich mir niemals vorstellen können, wie ich mit 24 sein werde und was ich dann machen werde.

Und jetzt? Haben Sie eine Vorstellung, wie und wo Sie mit 30 sein wollen?

Ich habe schon einen Wunsch und auch ein Ziel und dafür arbeite ich täglich.

Woher kam Ihr Wunsch, für die USA zu spielen?

Diese Entscheidung habe ich schon mit 13 getroffen. Für die USA zu spielen, das war ein Traum von mir. Die Hälfte meiner Familie lebt in den USA. Insofern war es auch eine Gelegenheit, das Land meines Vaters besser kennenzulernen.

Es muss Ihnen aber auch klar gewesen sein, dass es mit den USA schwer werden dürfte, Weltmeister zu werden.

Daran habe ich damals nicht gedacht. Aber ja, das dürfte schwierig werden. Trotzdem macht es mich jedes Mal stolz, für Amerika spielen zu dürfen.

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