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Hertha BSC im Lauftrainingslager : Keine Rücksicht auf die Hitze

Die Profis von Hertha BSC legen in Bad Saarow unter der Anleitung von Fitnesstrainer Henrik Kuchno die konditionellen Grundlagen für die kommende Bundesliga-Saison - trotz Hitze.

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Schwitzen für den Erfolg: Das Trainerteam um Pal Dardai kann beim Konditionstraining kaum Rücksicht auf das Wetter nehmen.
Schwitzen für den Erfolg: Das Trainerteam um Pal Dardai kann beim Konditionstraining kaum Rücksicht auf das Wetter nehmen.Foto: dpa

Am Ende der Einheit, nach 75 Minuten Training, kommen noch ein paar knackige Läufe unter der Obhut des Fitnesstrainers Henrik Kuchno. Insgesamt vier Kilometer, aufgeteilt in fünf Blöcke von zweimal 200 und einmal 400 Metern – und alles in einer vorgeschriebenen Zeit von 50 Sekunden je 200 Meter. Als die Profis es beinahe geschafft haben, spricht Kuchno noch eine Drohung aus: „Wenn ihr nicht in der Zeit lauft, machen wir noch mal.“ Dazu kommt es dann nicht, aber auch so wissen die Fußballer von Hertha BSC, was sie unter der brennenden brandenburgischen Sommersonne getan haben. „Muskelprobleme werden wir hier nicht haben“, sagt Cheftrainer Pal Dardai.

 Für sechs Tage ist der Fußball-Bundesligist zum Lauftrainingslager in Bad Saarow, und „diese sechs Tage werden bestimmt hart sein“, prophezeit Dardai. Um halb acht am Morgen stand für die Profis am Samstag der erste 40-minütige Waldlauf an, um zehn folgte die erste Trainingseinheit (knapp zwei Stunden), nachmittags um fünf die zweite (anderthalb Stunden). So wird es bis zum Mittwoch weitergehen. Weil im Winter, zwischen Hin- und Rückrunde, kaum Zeit bleibe, „müssen wir hier die Basis fürs ganze Jahr legen“, sagt Dardai.

 Deshalb kann er auch wenig Rücksicht auf die Hitze nehmen. Die Nachmittagseinheit beginnt eine Stunde später als ursprünglich geplant, und vielleicht geht es ab Montag noch ein bisschen früher los. Beim Warmmachen verziehen sich die Spieler im Waldstadion des SV Eintracht Reichenwalde ans hintere Ende auf einen schmalen Streifen direkt am Zaun, wo die Bäume wenigstens ein bisschen Schatten spenden.

 

Fünfzehn Feldspieler und fünf Torhüter gehören in Bad Saarow zum Hertha-Tross, darunter die drei Nachwuchskräfte Maximilian Mittelstädt, 18, Shawn Kauter, 19, und Florian Kohls, 20. Torhüter Rune Jarstein ist bereits zur Mannschaft gestoßen, die übrigen Nationalspieler folgen am Montag. Alexander Baumjohann und Tolga Cigerci sind in Berlin geblieben. Sie arbeiten dort mit Fitnesstrainer Hendrik Vieth. „Wir hoffen, dass sie nach der Woche ins Mannschaftstraining einsteigen können“, sagt Chefcoach Dardai. „Aber das wird schwierig.“

Sascha Burchert musste das Trainingslager allerdings bereits wieder verlassen. Der 25-Jährige blieb im Rasen hängen und verdrehte sich das Knie. Eine MRT-Untersuchung in Berlin bestätigte die schlimmsten Befürchtungen allerdings nicht. Der Torhüter zog sich nur eine Knochenprellung zu und muss voraussichtlich acht bis zehn Tage mit dem Mannschaftstraining pausieren. Burchert soll trotzdem nach Bad Saarow zurückkehren und seine Reha im Trainingslager absolvieren - unter der brennenden brandenburgischen Sommersonne.

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