Sport : Hertha BSC: Mit Alves gegen FC Bayern

Alex Alves ist glimpflich davongekommen. Der Brasilianer, am Sonntag beim Fußball-Bundesligaspiel in der BayArena gegen Bayer Leverkusen von Schiedsrichter Bernd Heynemann (Magdeburg) mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nur für ein Pflichtspiel gesperrt. Hertha musste gestern Abend im Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern (bei Redaktonsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet) auf Alves verzichten, kann ihn aber am Sonntag im Schlagerspiel gegen den Gast FC Bayern München im Olympiastadion (Anpfiff 17.30 Uhr) wieder einsetzen.

Die DFB-Richter konnten bei der Rangelei mit dem Leverkusener Robert Kovac keine Tätlichkeit feststellen. "Das bestätigt unsere Vermutungen, die wir bereits am Rande des Spiels in der BayArena bekundet hatten", sagte Hertha-Pressesprecher Hans-Georg Felder. Die Sperre nach der Roten Karten für ein Spiel erfolgt automatisch.

Für Herthas Stürmer war es in dieser Saison bereits der zweite Feldverweis. Beim Ligapokal-Spiel gegen den Hamburger SV wurde Alves bereits vom Platz gestellt. Damals hatte er gegenüber Nico Kovac, dem Bruder von Robert Kovac, eine Tätlichkeit begangen. Schiedsrichter war auch damals Heynemann. Er selbst hatte das Vergehen allerdings nicht selbst beobachtet, weil es hinter seinem Rücken geschah. Heynemann war von seinem Assistenten auf die Regelwidrgkeit von Alves aufmerksam gemacht worden.

In Leverkusen hatte Heynemann das Gerangel genau gesehen und wollte Alves ursprünglich die Gelbe Karte zeigen. Von seinem Assistenten, der ihn per Funkkontakt an die Seitenlinie gebeten hatte, wurde der frühere Fifa-Unparteiische jedoch umgestimmt. Heynemann zog darauf die Rote Karte.

Herthas Manager Dieter Hoeneß hatte den Schiedsrichter-Assistenten Scheibel noch während des Spiels verbal hart attackiert. Verärgert waren Hoeneß und Trainer Jürgen Röber auch deshalb, weil sie der Ansicht waren, Heynemann hätte die Situation besser beurteilen müssen als der Linienrichter. Von einem ursprünglich vorgesehenen Protest gegen den Feldverweis hatte Hertha Abstand genommen.

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