Hertha BSC : Pal Dardai kritisiert Änis Ben-Hatira

Herthas Trainer Pal Dardai äußert sich am Donnerstag erstmals zum Fall des nach Frankfurt gewechselten Ben-Hatira und dessen Ausraster gegen seinen Ex-Teamkollegen Mitchell Weiser.

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"Ich mag Änis". Trainer Dardai (li.) und sein Ex-Spieler.
"Ich mag Änis". Trainer Dardai (li.) und sein Ex-Spieler.Foto: Imago/Popow

Eigentlich wollte Hertha-Trainer Pal Dardai gar nicht mehr reden über diesen Fall, den Fall Änis Ben-Hatira. In dieser Woche hat der Ausraster des Offensivspielers gegen seinen Teamkollegen Mitchell Weiser ja ziemlich hohe Wellen geschlagen beim Berliner Fußball-Bundesligisten. Am Donnerstag, bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund, führte Dardai dann aber doch noch einmal eingehender aus, wie er die Geschichte so erlebt hat – und ob er sich bei jedem anderen Spieler genau so verhalten, sprich: dem Spieler seinen Abgang nahegelegt hätte.  

„Ich habe Änis viel Vertrauen geschenkt und ihn aus dem Nichts geholt, weil er ein Publikumsliebling war, sogar bei meinen Kindern hängen Poster von Änis im Zimmer, weil er ein populärer Spieler ist“, sagte Dardai über den Rauswurf des Deutsch-Tunesiers, der mittlerweile bei Eintracht Frankfurt spielt. „Für viele Spieler war es nicht schön, dass ich ihn vorgezogen habe. Dann kommt die Geschichte mit dem Muskelfaserriss. Änis hatte bei uns ein richtig gutes Aufbautraining, eine perfekte Vorbereitung, er hat Lob bekommen, hat sich vorbildlich verhalten. Aber man muss auch sagen, dass spielerisch die nächsten Schritte ausgeblieben sind“, ergänzte Dardai.

Und weiter: „Ich habe ihn trotzdem in den Kader genommen, weil ich ein Mensch bin, sein Vertrag lief aus. Und dann passiert so etwas: Ich kenne kein Unternehmen in ganz Deutschland, das nicht so reagiert hätte wie wir und den Fall unter den Teppich gekehrt hätte. Deshalb haben wir die Entscheidung so getroffen. Jetzt ist es ein Neuanfang, für ihn und für uns. Ich drücke ihm die Daumen.“ Abschließend betonte Dardai noch: „Ich mag Änis als Mensch, andererseits muss man eine Entscheidung treffen. Ich habe kein schlechtes Gewissen, ich habe fair gehandelt. Ich versuche immer die beste Lösung zu finden, dass Hertha BSC erfolgreich spielt.“  

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