Sport : Hertha BSC: Posse um Sitze geht weiter

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Fast zwei Jahre nach der Klappsitz-Klemme im Olympiastadion ist der Streit um die bunten Stühle immer noch nicht beendet. Das Land Berlin und die Karlsruher Max-Maier GmbH setzen sich gerichtlich auseinander. Die Firma hat den Senat auf Zahlung von 613 550 Euro verklagt, weil das Land einen Teil des Lieferpreises einbehielt. Zur Erinnerung: Um den Termin eines Spiels von Hertha BSC in der Champions-League im Jahr 1999 zu halten, mussten damals kurzfristig im Olympiastadion 36 000 neue Sitze eingebaut werden: Klappsitze, um die vorgeschriebene Durchgangsbreite zwischen den Reihen zu gewährleisten. Weil die Sitze nicht pünktlich kamen, bestellte Berlin welche bei anderen Unternehmen und zog die Kosten von 613 550 Euro vom Lieferpreis ab. Inzwischen scheint die Stadt auf etlichen Schalen- und Klappsitzen, die nach dem Spiel wieder ausgebaut wurden oder plötzlich übrig waren, sitzen zu bleiben. Etwa 5000 bunte Plastikschalen lagern noch im Sportforum Hohenschönhausen. "Die beste Lösung wäre, sie zu verkaufen", sagt der Justiziar der Stadtentwicklungsverwaltung, Uwe Brockhausen. Doch es habe noch "keine privaten Anfragen gegeben". Die Stühle, die bislang unter anderem in der "Alten Försterei" in Köpenick, im Sportforum oder in einigen bezirklichen Anlagen eingebaut wurden, gingen an landeseigene Einrichtungen zum Nulltarif weg. Wer sich für die Sitze interessiert, kann sich an den Senat wenden.

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