Sport : Hertha BSC: Preetz trifft zweimal zum 2:1 in Hamburg

Michael Preetz hat die Negativserie von Hertha BSC in der Bundesliga gestoppt und die Berliner wieder auf Uefa-Cup-Kurs geschossen. Der Torjäger sorgte am Sonntagabend mit seinen Saisontreffern zehn und elf (63./81.) für den verdienten 2:1 (0:1)-Erfolg der Berliner beim Hamburger SV. Während die nach einer Roten Karte für Abwehrchef Rob Maas fast 60 Minuten lang in Unterzahl spielenden Gäste kämpferisch überzeugten, bot der HSV eine enttäuschende Vorstellung.

Der Holländer wäre fast zur tragischen Figur avanciert. Bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit März 1999 hinderte er einen Schuss von Yeboah unter Zurhilfenahme einer Hand am Überschreiten der Linie. Nach Befragen seines Assistenten an der Seitenlinie entschied Schiedsrichter Fandel, der zunächst auf Eckball erkannt hatte, auf Rote Karte und Strafstoß. Den folgenden Elfmeter verwandelte Hans-Jörg Butt und brachte die Hanseaten vor 40 057 Zuschauern im Volksparkstadion in Führung. Eine Viertelstunde vor Spielschluss musste auch Hamburgs Regisseur Rodolfo Cardoso (76.) wegen groben Foulspiels vom Feld.

Obwohl nach dem Ausfall von fünf verletzten oder gesperrten Stammkräften mit einer Notbesetzung angetreten, erspielten sich die Berliner die besseren Chancen. Hamburgs Torwart verhinderte Schlimmeres, als er in der 21. Minute dem einschussbereiten Alex Alves den Ball vom Fuß fischte. Später rettete er mit einem Reflex gegen Josip Simunic (37.), der als Manndecker ein sehr gutes Spiel machte.

Nach gut einer Stunde nutzte Preetz dann einen von Konstantinidis per Kopf verlängerten Eckball zum 1:1. Keine zehn Minuten später schloss er ein Solo unter Bedrängnis zum verdienten Siegtor ab.

In Leverkusen reichten der Elf von Berti Vogts sechs Minuten, dann hatte sie den VfB Stuttgart mit 4:0 (0:0) abgefertigt. Nach einer eher zurückhaltenden ersten Halbzeit explodierten die Gastgeber vor 22 000 Zuschauern nach der Pause mit Treffern von Bernd Schneider (46. Minute), Ulf Kirsten (49./Handelfmeter, 67./Foulelfmeter ) und Michael Ballack (51.). Dem 2:0 von Kirsten war ein absichtliches Handspiel auf der Torlinie von Stuttgarts Spielmacher Krassimir Balakow vorausgegangen, für die der Bulgare die Rote Karte sah.

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