Hertha BSC : Strafbefehl gegen Ebert

Herthas Fußballprofi droht eine öffentliche Gerichtsverhandlung. Er hat 14 Tage Zeit, um Einspruch zu erheben.

Michael Rosentritt
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Kurze Unterbrechung. Patrick Ebert kann sich derzeit nicht voll und ganz auf den Fußball konzentrieren. Gegen den Hertha-Profi ist...Foto: dpa

BerlinBerlin - Patrick Ebert war gestern nicht beim Training. Der Fußballprofi von Hertha BSC fühlte sich unpässlich. Der Magen. Der gestrige Tag dürfte sich für den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler nicht nur aus gesundheitlichen Gründen unschön angefühlt haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Strafbefehl gegen den Fußballprofi beantragt.

Der Nachwuchs-Nationalspieler wird beschuldigt, am 18. März dieses Jahres nach seiner Geburtstags-Party 13 parkende Fahrzeuge beschädigt zu haben. Ebert hat dies seinem Verein gegenüber bestritten, und der Verein vertraut ihm. „Wir glauben weiterhin an seine Unschuld“, sagte gestern Herthas Sprecher Gerd Graus. Mehr wolle man dazu nicht sagen, da es sich um ein juristisches Verfahren handele. In jener Märznacht dabei gewesen sein soll auch Kevin Boateng, der inzwischen beim FC Portsmouth in England spielt.

Aus Gerichtskreisen wurde am Freitag ein Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigt. Wenn der Strafbefehl über rund 50 000 Euro vom Amtsgericht erlassen und zugestellt wird, hat der Fußballprofi Ebert 14 Tage Einspruchsfrist. Wie der Tagesspiegel gestern erfuhr, wird Ebert die Strafzahlung nicht akzeptieren. Er wird also einen Einspruch einlegen, wie sein Berater, der Jurist Jörg Neubauer, sagte: „Patrick Ebert ist es nicht gewesen und dafür bezahlt man nicht solche Beträge.“

So wird es zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung kommen. Ebert hatte schon vor ein paar Wochen die Einstellung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die Zahlung einer Geldstrafe abgelehnt. „Patrick Ebert ist unschuldig und hat sich deshalb entschieden, dieses Geld nicht zu zahlen“, sagte sein Anwalt Janusz Lerch damals.

Würde Ebert auf einen Einspruch verzichten, würde die Strafe rechtskräftig. Der Profi würde dann zwar bei den Ermittlungsbehörden als vorbestraft gelten, in offiziellen Dokumenten wie Führungszeugnissen würde dies aber nicht als Vorstrafe auftauchen. Dies wäre erst ab einer Strafe von über 90 Tagessätzen der Fall. Die 50 000 Euro Strafe für Patrick Ebert würden darunter liegen, hieß es aus dem Gericht. HERTHA BSC](mit dpa) miro

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