Sport : Hertha BSC und Artur Wichniarek vor der Trennung

Mathias Klappenbach

Berlin - Die Trennung ist schon so lange überfällig, dass sie vorschnell als perfekt vermeldet wurde. Doch noch verhandeln Hertha BSC und Stürmer Artur Wichniarek die Modalitäten eines Auflösungsvertrags. „Bis zum Jahresende wird Artur wohl nichts unterschreiben“, sagt Andreas Grajewski, der Berater von Wichniarek. Das liege auch daran, dass der Pole gerade im Urlaub sei. Zudem heißt es bei Hertha, dass noch vertragliche Detailfragen zu klären seien.

Das heißt wohl im Klartext, dass Wichniarek mehr Geld verlangt als die eine Million Euro, die er gerade vor Gericht erstreiten will, weil Hertha die Summe nicht wie vor zweieinhalb Jahren bei Vertragsabschluss vereinbart gezahlt habe. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft noch eineinhalb Jahre, in dieser Zeit stünde Wichniarek zudem sein Gehalt von geschätzten 1,2 Millionen Euro pro Jahr zu. Interessenten wie Wichniareks früherer Klub Arminia Bielefeld nahmen auch wegen dieser hohen Summe von einer möglichen Verpflichtung des Berliner Dauerreservisten zwischenzeitlich wieder Abstand.

Der Pole hatte noch kürzlich damit gedroht, seinen Vertrag bei Hertha notfalls auf der Tribüne abzusitzen. Diese Äußerung gehört wohl zur Verhandlungstaktik für den Auflösungsvertrag, denn auch Wichniareks Berater Grajewski geht davon aus, dass sich beide Seiten einigen werden. Trainer Falko Götz legt keinen Wert mehr auf die Dienste Wichniareks. Hinter Marko Pantelic folgten in der Angriffs-Hierarchie Nando Rafael, Solomon Okoronkwo und Ashkan Dejagah.

Aber Wichniarek will nicht nur viel Geld verdienen, er will auch wieder Fußball spielen. Und nach einer Abfindungszahlung von Hertha könnte er bei einem neuen Verein Abstriche beim Gehalt machen. Schließlich hat er den Fans noch etwas zu beweisen: In 44 Bundesligaspielen für Hertha hat Wichniarek nur viermal getroffen.

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