Hertha BSC vor dem DFB-Pokal gegen Viktoria Köln : Jos Luhukay kämpft gegen den Pokal-Fluch

Hertha BSC bestreitet im Pokal gegen Viktoria Köln das erste Pflichtspiel der Saison. Trainer Jos Luhukay sieht sein Team gerüstet - und will im dritten Jahr endlich eine Negativserie im Pokal beenden.

Tobias Potratz
Vorsicht vor dem DFB-Pokal-Auftakt: Hertha-Trainer Jos Luhukay sieht seine Mannschaft als klaren Favoriten gegen Viktoria Köln - will aber auch einen Pokal-Fluch besiegen.
Vorsicht vor dem DFB-Pokal-Auftakt: Hertha-Trainer Jos Luhukay sieht seine Mannschaft als klaren Favoriten gegen Viktoria Köln -...Foto: dpa

DFB-Pokal, das war für Hertha BSC meist wie ein unangenehmer Gang zum Zahnarzt. Es tut einmal kurz weh und dann muss man in einem Jahr wiederkommen. Immer wieder scheiterte der Bundesligist in den letzten Jahrzehnten in der ersten respektive zweiten Runde an unterklassigen Gegnern. Geht es nach den Verantwortlichen der Berliner, soll diese Statistik am Samstag (15.30 Uhr) verbessert werden. Dann bestreitet der Klub das erste Pflichtspiel der Saison 2014/15. In der ersten Runde des DFB-Pokals treten die Berliner beim Regionalligisten Viktoria Köln an.

Luhukay: "Qualität höher als in den letzten zwei Jahren"

Obwohl der Kölner Fußball traditionsgemäß sehr ambitioniert daherkommt, zählt für Hertha nur der Einzug in die nächste Runde. „Wir sind Favorit und müssen in diesem Spiel weiterkommen“, sagt Trainer Jos Luhukay. Der Niederländer geht bereits in seine dritte Saison als Hertha-Coach, doch auch er konnte das Achtelfinale bislang nicht erreichen. Vor zwei Jahren scheiterte Hertha gegen Wormatia Worms bereits in der ersten Runde, ein Jahr später ging es nach langem Krampf und einem glücklichen Tor in der letzten Minute der Verlängerung gegen den VfR Neumünster zumindest noch bis in die zweite Runde. „Wir sind die Letzten, die in so ein Spiel gelassen reingehen dürfen“, sagt Manager Michael Preetz.

Ein wenig Gelassenheit konnten jedoch sowohl Trainer als auch Manager bei der ersten Pressekonferenz der neuen Saison nicht verbergen. Angesichts durchaus prominenter Transfers und der weitestgehend verletzungsfreien Vorbereitung ist dies auch nicht verwunderlich. „Wir haben diesmal eine breitere und höhere Qualität als in den letzten zwei Jahren“, sagt Luhukay. Mit solchen Äußerungen erhöht er auch die Erwartungen an sein Team. das den hohen Anforderungen erstmals in dieser Spielzeit gerecht werden muss.

Offensivstärke trotz Ramos-Abgang

Zwei dieser Aspekte sind Flexibilität und Unberechenbarkeit, das fordert Luhukay seit Beginn der Vorbereitungsphase. Vor allem im Offensivbereich hat der Trainer, trotz der Wechsel von Adrian Ramos und Pierre-Michel Lasogga viele Möglichkeiten.

Voraussichtlich wird Fabian Lustenberger gegen Viktoria Köln nicht in der Startformation stehen. Der Kapitän hat vor einer Woche sein Comeback nach sechsmonatiger Verletzungspause gegeben. Peter Pekarik wird den Schweizer wohl in dieser Funktion vertreten.

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