• Hertha BSC vor dem Spiel bei Borussia Dortmund: Die Hertha am Rande der Regalität

Hertha BSC vor dem Spiel bei Borussia Dortmund : Die Hertha am Rande der Regalität

Hertha BSC reist selbstbewusst zum Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai ist erstaunlich gut in die Saison gestartet – und will noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.

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Überraschend gut gestartet: Trainer Pal Dardai und Hertha BSC.
Überraschend gut gestartet: Trainer Pal Dardai und Hertha BSC.Foto: dpa

Das Ziel liegt jetzt nicht gerade um die Ecke, okay. Damit ist die Liste der Kritikpunkte im Grunde aber schon beendet. „Dieses Stadion, diese Atmosphäre“, sagt Pal Dardai, kurze Pause, ein Blick durch den Raum. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang natürlich auch der gegnerische Fanblock, der landesweit unter dem Pseudonym „Gelbe Wand“ bekannt geworden ist. „Es macht immer Spaß, dahin zu reisen“, sagt Dardai also.

Dahin, das heißt im konkreten Fall: nach Dortmund, ins ehemalige Westfalenstadion. Dort bestreitet Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr) das dritte Spiel der noch jungen Bundesliga-Saison, und knapp 3000 Berliner Anhänger werden ihrem Team dabei folgen – begleitet vom selben Wunsch, den Dardai am Freitag so formulierte: „Wir werden versuchen, einen Punkt mitzunehmen.“ Das würden sie, also Fans und Mannschaft, so wahrscheinlich ungesehen unterschreiben.

Preetz: "Es kann immer noch etwas Ungeplantes passieren"

Dass Dardai mit großer Vorfreude über die nächste Aufgabe spricht, liegt nicht zuletzt am erstaunlich guten Saisonstart seines Teams: Dem sicheren Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals ließ Hertha vier Punkte aus zwei Spielen folgen. Was will man, abgesehen vielleicht von sechs Punkten, eigentlich noch mehr? Zumal Hertha mit Ausnahme der Langzeitverletzten mit komplettem Kader, sprich: ohne Angeschlagene und Gesperrte, zu einem Auswärtsspiel fahren kann.

Auch wenn er das so deutlich wohl nie sagen würde: Pal Dardai hätte sicherlich nichts gegen weitere Verstärkungen in seinem Kader einzuwenden, aber das ist im Moment offenbar leichter gesagt als getan. „Auf dem ganz großen Markt ist im Moment viel Bewegung. Weil die englischen Vereine mit besonderen Möglichkeiten agieren, kann immer noch etwas Ungeplantes passieren“, sagt Michael Preetz mit Verweis auf die Millionengeschäfte, die in den letzten Tagen, etwa mit den Herren Kevin De Bruyne oder Heung-Min Son, abgewickelt worden sind. Andererseits betont der Manager von Hertha BSC auch: „Auf uns hat das jetzt nicht die wahnsinnig großen Auswirkungen.“ Weil sich die Berliner, so formuliert es Preetz, ohnehin nicht in den Regalen umschauen, auf die beispielsweise die Engländer einen Blick geworfen haben. „Wir schauen eher ein bisschen weiter unten, auch da ist Bewegung drin.“

Zumindest noch bis Montag 18 Uhr deutscher Zeit – dann schließt das Transferfenster vorübergehend bis zur Winterpause. „Die Frage wird sein: Finden wir etwas, das uns weiterhilft? Und wenn ja: Ist das für uns auch wirtschaftlich darstellbar?“ Gerade letzteres Ziel liegt jetzt nicht gerade um die Ecke.

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