Sport : Hertha BSC: Wenn Hoeneß ungefragt plaudert

Wer wie Dieter Hoeneß von Berufs wegen auch für Neuverpflichtungen zuständig ist, der legt sich zwangsläufig Zurückhaltung auf. Es könnte ja sein, dass auch andere Vereine an jenem Spieler dran sind, den der Manager gerade im Visier hat. So ist dann aus dem Munde von Hoeneß immer wieder der stereotype Satz zu hören: "Eine Verpflichtung gebe ich erst bekannt, wenn der Spieler bei uns unterschrieben hat." Umso überraschender, dass Herthas Manager gestern ungefragt bekannt gab, er werde "in den nächsten zehn, vierzehn Tagen einen neuen Spieler verpflichten". Den Namen freilich, den wollte Dieter Hoeneß nicht verraten.

Vielleicht fühlt sich der Manager bei der Suche nach Verstärkungen vom Aufsichtsrat unter Druck gesetzt, der nicht nur Namen wie Trond Ludvigsen lesen möchte. Vielleicht hat Hoeneß auch die augenblickliche Ausfallquote in der Abwehr Herthas bewogen, offensiv zu werden. Simunic, Lapaczinski und Konstantinidis fallen für das Spiel am Sonntag in Dortmund aus, möglicherweise auch van Burik, Schmidt und Rehmer. Was Hoeneß nicht hinderte, von "großem Optimismus" zu sprechen. Hoeneß meinte dabei Herthas sonntägliches Gastspiel in Westfalen. Es hätte auch auf die Suche nach dem Neuen zutreffen können.

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