Erstes Hertha-Training : Schneekönig Otto Rehhagel
21.02.2012 17:30 Uhr- Aufwärmen, dehnen, später ein Trainingsspiel auf Kleinfeld - Otto Rehhagel führt am Dienstagvormittag eine Stunde das volle Programm durch. - Foto: dpa
- Der Spiritus Rector. - Foto: dpa
- Um 10.10 Uhr bittet Otto Rehhagel seine Spieler auf den Trainingsplatz. Der ist verschneit und auch dem neuen Hertha-Coach scheint das winterliche Wetter nicht so richtig zu... - Foto: dapd
Raute oder Doppelsechs oder Libero – alles noch offen, aber die ersten Stammspieler dürften schon mal feststehen. Natürlich die bewährten Kräfte Peter Niemeyer und Lewan Kobiaschwili, dazu, ein wenig überraschend, die Nachwuchsleute Fanol Perdedaj und Sascha Burchert. Otto Rehhagel muss sich einen Überblick verschaffen. Im Schneetreiben sehen alle Spieler irgendwie gleich aus, wer kann da schon groß herausstechen außer den orange leuchtenden Hütchen? Natürlich die Vier, die dem Winter in kurzen Hosen gegenübertreten. Echte Männer wie Rehhagel, er trägt natürlich keine Mütze.
Der Schnee übernimmt die Regie bei dieser ersten Trainingseinheit des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC unter Otto Rehhagel.
Um kurz nach zehn kommen seine Spieler aus der Kabine, nach einer kurzen Ansprache, sie bedient alle Erwartungen. Vom Einschwören auf das gemeinsame Ziel bis zu den Anekdoten von früher. Seit Dienstag wissen auch die Spieler aus erster Hand, dass ihr neuer Trainer bald 50 Jahre mit seiner Beate verheiratet ist.
Das Comeback des Berliner Winters kommt ungefähr so überraschend wie das von Otto Rehhagel. Entsprechend schwer tut sich die Rasenheizung. Rehhagel steht an der freigeschaufelten Seitenlinie, er gestikuliert und redet ohne Unterbrechung, mit seinen Assistenten René Tretschok und Ante Covic und mit Manager Michael Preetz. Nach einer halben Stunde ist der Platz komplett zugeschneit und aus dem nahe gelegenen Hertha-Internat rückt eine Batterie Nachwuchsspieler mit Schneeschaufeln an. Die Profis drehen ein paar Runden um den Platz, sie machen ein paar Dehnübungen und dann ein Spielchen.
Rehhagels Karriere und seine besten Sprüche in unserer Bildergalerie
Michael Preetz hat genug gesehen, er schüttelt den Schnee schiebenden Jungs die Hand und verabschiedet sich ins warme Büro. Zurück bleiben neben Trainer und Mannschaft und gut zwanzig Kameraleuten um die hundert Zuschauer, sie verteilen sich rund um den Platz. So viele kommen normalerweise bei bestem Sommerwetter nicht auf das Olympiagelände. Der Bezahlsender Sky überträgt live und interviewt dazu einen älteren Herrn, er hat den anderen älteren Herrn vor knapp 50 Jahren schon als Spieler in Berlin erlebt.















