Hertha vor Frankfurt : Luhukay hat nichts mehr zu meckern
13.12.2012 17:26 UhrIst es die nahende Weihnachtszeit, die gute sportliche Bilanz oder arbeitet das Team tatsächlich tadellos? Jos Luhukay wirkt jedenfalls derzeit restlos zufrieden mit seiner Mannschaft. Kaum vorzustellen, dass der Trainer von Hertha BSC vor vier Monaten noch getobt hatte vor Wut über diese Mannschaft. „Das war der zweite Spieltag, das ist lange her“, wehrt er Erinnerungsversuche ab.
Es sei dennoch gestattet. Nach dem 1:3 beim FSV Frankfurt, der ersten und bisher einzigen Saisonniederlage, hatte er noch von Arbeitsverweigerung und einem Armutszeugnis geschimpft. „Ich bin mehr als tief enttäuscht von der Mannschaft“, sagte er damals.
„Es gab nie ein Miteinander. Das ist katastrophal.“
Wer wirklich wissen will, wie weit die Mannschaft vor dem Rückspiel gegen Frankfurt am Samstag im Olympiastadion in ihrer Entwicklung gekommen ist, der muss sich nur anschauen, wie Luhukay heute spricht. „Die Spieler haben ein Lob verdient, sie arbeiten miteinander, jeder stellt sein Ego zurück.“
Das musste er damals noch lautstark einfordern. Als sich Nico Schulz und John-Anthony Brooks nach dem Spiel in Zivilklamotten Richtung Jugendnationalmannschaft absetzten, stürmte Luhukay aus dem Bus und holte sie zurück. Die Botschaft: Auch wenn ihr nachher wieder zurück nach Frankfurt müsst– es gehört sich, mit dem Team erst nach Berlin zu fahren.






