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Konkurrenzkampf : A-Promis in Herthas B-Elf

22.01.2013 13:04 Uhrvon
Tisch-Fußballer. Lasogga, Wagner, Allagui und Ramos (v. l.) kämpfen im Trainingslager um einen Platz im Team.Bild vergrößern
Tisch-Fußballer. Lasogga, Wagner, Allagui und Ramos (v. l.) kämpfen im Trainingslager um einen Platz im Team. - Foto: City-Press GbR

Hertha BSC hat ein Luxusproblem: Weil einige lange verletzte Spieler ihre Blessuren auskuriert haben und ins Team zurückkehren, muss Trainer Jos Luhukay in den kommenden Wochen schmerzhafte Entscheidungen treffen.

Änis Ben-Hatira beugte sich vornüber, er stützte sich mit den Händen auf den Oberschenkeln ab und atmete schwer. Für den Tunesier war es die erste Einheit in Herthas Trainingslager in Belek, eine ziemlich intensive noch dazu. Die Anstrengung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Jos Luhukay musste ein bisschen schmunzeln. Er weiß ja, dass sich seine Wahrnehmung als Trainers von der Selbstwahrnehmung eines Spielers manchmal deutlich unterscheidet.

Änis Ben-Hatira ist wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung dreieinhalb Monate ausgefallen, erst seit ein paar Tagen trainiert er wieder mit der Mannschaft – und trotzdem geht er davon aus, in zwölf Tagen beim Jahresauftakt in Regensburg wieder für den Berliner Fußball-Zweitligisten auf dem Platz zu stehen.

„Für einen Spieler kann es nie schnell genug gehen“, sagt Jos Luhukay, „aber einen langen Ausfall kann man nicht in zwei, drei Wochen einfach wegtrainieren.“

Die interessierte Öffentlichkeit sorgt sich gerade ein wenig um das Seelenheil von Herthas Trainer, der in den nächsten Wochen viele schmerzhafte Entscheidungen wird treffen müssen. Einerseits befehligt Luhukay eine funktionierende Mannschaft, die in der Liga seit 17 Spielen ungeschlagen ist und die Konkurrenz zuletzt zum Teil eindrucksvoll beherrscht hat; andererseits meldet sich gerade eine ganze Reihe prominenter Spieler als sporttauglich zurück, die alle für sich in Anspruch nehmen, in die Startelf zu gehören – und das am liebsten sofort.

„Von der Qualität her sind das alles potenzielle Erste-Elf-Spieler“, sagt Herthas Trainer. Und weil Maik Franz, Änis Ben-Hatira oder Pierre-Michel Lasogga auch noch ein großes Ego besitzen, sieht das besorgte Publikum schon Verwerfungen aufziehen: Neid und Missgunst könnten das funktionierende Gefüge gefährden. Luhukay hält diese Sorge für übertrieben bis unbegründet, die ganze Situation findet er großartig. „Das kann uns als Mannschaft noch mal einen Schub geben“, sagt er.

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