Nur keine Panik : Hertha verzichtet auf Neuverpflichtungen

31.01.2012 18:29 UhrVon Stefan Hermanns
Manager Michael Preetz sieht trotz der Personalnot in der Abwehr keinen Grund für kurzfristige Nachverpflichtungen. Foto: dapd
Manager Michael Preetz sieht trotz der Personalnot in der Abwehr keinen Grund für kurzfristige Nachverpflichtungen. - Foto: dapd

Hertha BSC verzichtet trotz angespannter Personallage in der Abwehr auf Neuverpflichtungen. Helfen würde dabei, wenn die verletzten Janker und Lell schneller wieder fit werden als zunächst angenommen.

Berlin - Es war kurz nach halb eins am Dienstagmittag, die Transferliste der Deutschen Fußball-Liga hatte gerade geschlossen, da bog der Mannschaftsbus des VfL Wolfsburg auf das Vereinsgelände von Hertha BSC. Sollte Felix Magath etwa alle überschüssigen Spieler seines Mammutkaders auf Deutschlandreise geschickt haben, auf dass sich interessierte Vereine aus dem reichhaltigen Angebot bedienen können? „Nur heute, zwei Innenverteidiger zum Preis von einem. Und einen Rechtsverteidiger leg’ ich Ihnen auch noch dazu!“

In Wirklichkeit saßen weder Patrick Ochs, Marco Russ noch Patrick Helmes im Mannschaftsbus des VfL; die U 17 der Wolfsburger reiste zum Freundschaftsspiel gegen den Nachwuchs der Berliner an.

Hertha wird sich in diesem Winter weder beim VfL Wolfsburg bedienen noch anderswo Verstärkung besorgen. Der abstiegsgefährdete Berliner Bundesligist verzichtet – abgesehen vom bereits vollzogenen Transfer des Verteidigers Felix Bastians – auf weitere Verpflichtungen. Manager Michael Preetz und Trainer Michael Skibbe saßen am späten Vormittag eine gute Stunde zusammen, dann verständigten sie sich darauf, keinen Spieler mehr zu holen. „Wir haben einen Kader, von dem wir vor der Saison gesagt haben, dass er in der Bundesliga spielen kann. Diese Einschätzung hat nach wie vor Bestand“, sagte Preetz. Der Kader bleibt in beide Richtungen unverändert. Auch Fanol Perdedaj wird ihm weiterhin angehören. Der 20-Jährige galt als Kandidat für eine Ausleihe, weil seine Einsatzchance im defensiven Mittelfeld als gering eingeschätzt werden; ein passender Verein, der ihm mehr Spielpraxis garantiert hätte, fand sich jedoch nicht.

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