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Paderborn - Hertha 0:1 : Ramos hält Hertha auf Aufstiegskurs

08.12.2012 17:10 Uhrvon
Roman Hubnik (r.) bedankt sich bei Adrian Ramos nachträglich für dessen Treffer, schließlich bewog die Führung Trainer Jos Luhukay zur Einwechselung von Hubnik.Bilder
Roman Hubnik (r.) bedankt sich bei Adrian Ramos nachträglich für dessen Treffer, schließlich bewog die Führung Trainer Jos Luhukay zur Einwechselung von Hubnik. - Foto: dpa

UpdateHertha BSC gewinnt beim SC Paderborn nach einem Tor von Adrian Ramos mit 1:0. Durch den Erfolg in der hart umkämpften Begegnung bauen die Berliner ihren Vorsprung auf Platz drei aus - und korrigieren einen Fehltritt aus dem Spätsommer.

Die Geschichte wiederholt sich nicht. Hertha BSC wollte unbedingt in Paderborn den holprigen Saisonauftakt wettmachen. Denn beim 2:2 im ersten Saisonspiel hatte der SC Paderborn die Berliner ärgern können. Am Samstag stimmte wenigstens das Ergebnis. Hertha BSC gewann glücklich in einem schwachen Spiel dank Adrian Ramos mit 1:0 vor 9416 Zuschauer in Paderborn.

Herthas Trainer Jos Luhukay schickte im Vergleich zum siegreichen Auswärtsspiel in Cottbus bis auf eine Position die gleiche Elf aufs Feld. Der wiedergenesene Adrian Ramos rückte für Sandro Wagner in die Startaufstellung. Luhukay hatte vor dem SC Paderborn gewarnt und seine Spieler ermahnt, nicht in Bequemlichkeit zu verfallen nach 15 ungeschlagenen Spielen in Serie.

Seine Spieler konnten gar nicht auf die Idee kommen, es sich bequem zu machen. Dafür sorgten schon die Paderborner, die von Beginn an versuchten, das Spiel der Berliner zu unterbinden, teils auch mit unfairen Mitteln: Bereits in den ersten 20 Minuten sahen Paderborns Daniel Brückner und Mario Vrancic jeweils die Gelbe Karte wegen Foulspiels. Vor allem Brückner zog den Ärger der Herthaner auf sich, als er Fabian Lustenbergers Konterversuch an der Mittellinie mit einer eingesprungenen Grätsche stoppte. „Das Foul an Lustenberger war für mich glatt rot“, beschwerte sich Herthas Manager Michael Preetz nach dem Spiel. „Man hat ja mitgekriegt, wie die Stimmung von der Paderborner Bank angeheizt wurde.“ Sein Trainer Jos Luhukay hatte jedoch Verständnis für die aggressive Spielweise des Gegners: „Sie haben uns das Leben schwer gemacht. Ich finde das legitim.“

Spielerisch boten beide Mannschaften größtenteils wenig. Wenn Hertha gefährlich vors Tor kam, dann durch Standards – sowohl Ronnys zahlreiche Freistöße von links als auch Marcel Ndjengs Eckbälle von rechts waren jedoch zu harmlos. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde Hertha spielerisch besser. Bei der ersten gelungene Kombination in der 37. Minute spielte Ronny Adrian Ramos auf der linken Außenbahn an, Ramos flankte scharf nach innen, doch Marcel Ndjengs Fernschuss ging am Tor vorbei.

Sami Allagui hatte kurz vor der Halbzeitpause die größte Chance zu Führung. Paderborns Torwart Daniel Lück hatte sich bei einem langen Pass auf sein Tor verschätzt und stand plötzlich im Niemandsland zwischen Tor und Strafraumgrenze herum. Allagui hätte nur noch lupfen müssen. Doch Herthas Mittelfeldspieler schoss Lück den Ball in die Arme. Fassungslos über sich selbst, schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Auf der anderen Seite konnte sich Mario Vrancic am besten in Allagui hineinversetzen. Nach einer schnellen Passkombination über Markus Krösche und Thomas Bertels scheiterte er, frei vor Thomas Kraft stehend, an der eigenen Motorik und verstolperte den Schuss.

„Wir haben uns sehr schwer getan, heute konnten wir nicht mit schönem Spiel gewinnen, es gab kaum klare Torchancen. Aber in der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser“, sagte Jos Luhukay. Das lag aber eher an den Hertha-Fans, die für ein wenig Unterhaltung sorgten. Sie hatten sich in der Pause wohl Sorgen um die Stadionordner wegen der Kälte gemacht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit warfen sie Tennisbälle und Papierrollen auf den Rasen und hielten so die Helfer in ihren neongelben Leibchen in Bewegung.

Ansonsten blieb das Niveau des Spiels bescheiden. Überraschend passierte dann das, was Herthas Kapitän hinterher als „Lucky Punch“ bezeichnete: Ramos kam links im Strafraum an den Ball. Mit einem Drehschuss traf der Kolumbianer ins kurze Eck zur Führung. Danach setzte Sami Allagui sein Privatduell mit Torwart Lück aus der ersten Hälfte fort – und scheiterte erneut. Er köpfte diesmal dem Paderborner den Ball aus sechs Metern in die Arme. Paderborns Alban Meha setzte einen Freistoß aus rund 18 Metern an die Unterkante der Latte, dann war es geschafft und Hertha baute seine Serie auf 16 ungeschlagene Spiele in Folge aus.

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