Relegationsspiel in Düsseldorf : Schicksalstag für die Hertha
15.05.2012 00:00 UhrHeute gibt es das letzte Saisonspiel. Ein Finale, in dem es für beide Mannschaften um alles geht. Die Anspannung wird, je näher es zum Anstoß geht, steigen. Die Spieler werden versuchen, gegen Düsseldorf ein gutes Spiel zu machen, an die guten Auswärtsleistungen anzuknüpfen und ihre Chance suchen. Am Ende müssen sie es auf dem Platz machen. Wichtig ist, dass sie um 20.30 Uhr die richtigen Dinge auf dem Platz machen. Da wird jeder zu einhundert Prozent wissen, um was es geht.
Es sind solche Sätze, eins zu eins wiedergegeben, an denen sich Michael Preetz zum Schlusspunkt der Saison entlang hangelt. Selbstverständlichkeiten, Offensichtliches, Banales, alles inhaltlich nicht falsch, aber dennoch so aussagelos wie die Fernsehanalysen der Wahlverlierer in NRW.
Und dennoch: Bei Preetz verbirgt sich dahinter die Sorge, um den Verein, aber vor allem auch um sich selbst.
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Herthas Saison im Rückblick(65 Bilder)
Der Manager von Hertha BSC starrt während solcher Aussagen immer wieder nach unten, auf seine Hände, mit denen er Allgemeinplätze zu kneten scheint. Dahinter verschanzt der Mann seine Emotionen. Denn es geht um eine Menge für ihn: Wird zum zweiten Mal in drei Jahren eine von ihm zusammengestellte Mannschaft absteigen? Wie wird es danach für ihn in Berlin weitergehen?
Im Falle eines Abstieg hätte Preetz ihn zu verantworten und müsste den Mitgliedern einiges erklären. Wird Präsident Werner Gegenbauer ihn weiter stützen können? Wird Preetz bei seiner Ankündigung bleiben, darum zu kämpfen, seinen bis 2014 laufenden Vertrag zu erfüllen?
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Das Schicksal hat es so gewollt, dass ein großer Teil der Antworten auf diese Fragen mit dem Ausgang eines Spieles zu tun hat, das in Preetz’ Geburtsstadt stattfindet. Vor fast 45 Jahren in Düsseldorf geboren, in der Altstadt aufgewachsen, Balljunge bei der Fortuna und später Profi. Der Präsident des Vereins, Peter Frymuth, trainierte den jungen Stürmer in der Kreisauswahl der C-Jugendspieler. Zwei Stunden, nachdem Hertha es in die Relegation geschafft hatte, bestellte Preetz bei Frymuth Karten, um die Fortuna zu beobachten.
Die Drähte sind noch kurz in die alte Heimat, aber Preetz sieht sich als Berliner. „Die persönliche Note spielt keine Rolle, dafür ist das Spiel zu wichtig für Hertha BSC“, sagt Preetz, fast beschwörend. Wie es in ihm aussieht, will er nicht zeigen. Der frühere Publikumsliebling, mittlerweile längst beim eigenen Anhang in der Kritik, umschmeichelt lieber die Fans: „Sie haben es verdient, dass Hertha BSC nächstes Jahr in der Bundesliga spielt.“ Und er?


























































