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Sascha Burchert : Herthas Torwart Burchert will sich zeigen

03.08.2012 14:00 Uhrvon
Hertha-Torwart Sascha Burchert (links) soll für den Saisonauftakt die Nummer eins sein, da Thomas Kraft für insgesamt vier Spiele gesperrt ist. Foto: dpa/pictureallianceBild vergrößern
Hertha-Torwart Sascha Burchert (links) soll für den Saisonauftakt die Nummer eins sein, da Thomas Kraft für insgesamt vier Spiele gesperrt ist. - Foto: dpa/picturealliance

Da Stammtorwart Thomas Kraft für vier Spiele gesperrt ist, sollte eigentlich der 22-jährige Sascha Burchert seine Gelegenheit zur Bewährung bekommen. Doch auch der 19-jährige Philip Sprint macht sich Hoffnungen, beim Saisonstart im Tor zu stehen.

Dieser Artikel ist eine Weltpremiere. Drücken Sie sich ihn aus und heben ihn gut auf. Es ist die erste Geschichte über Sascha Burchert, in der nichts zu lesen ist von zwei Aktionen gegen einen Verein aus Hamburg vor einigen Jahren. „In jedem Interview werde ich darauf angesprochen, im Text wird es zumindest nebenher erwähnt oder steht als Bild daneben“, klagt der Torwart von Hertha BSC. Wie, wie nur sollen die Leute diese unglückselige Geschichte aus den Köpfen kriegen, fragt sich der 22-Jährige. Ihm soll an dieser Stelle zumindest durch eine aktive Nichterwähnung geholfen werden.

Aber letztlich hilft ohnehin nur eines, weiß er. „Wenn ich mal länger spiele, und die Leute etwas anderes zu erzählen haben.“

Die Gelegenheit könnte er schon ab heute, 20.30 Uhr, erhalten. Stammtorwart Thomas Kraft ist für drei Spiele in der Liga und eines im Pokal gesperrt. Und nach dem Weggang von Maikel Aerts erklärte Trainer Jos Luhukay direkt nach Amtsantritt, dass Burchert jetzt die Nummer zwei sei und natürlich zum Start gegen Paderborn Kraft vertreten werde. Mittlerweile äußert sich Luhukay zurückhaltender. „Ich bin nicht unzufrieden mit Sascha, aber ich habe mich noch nicht festgelegt. Philip Sprint ist auf Augenhöhe.“

Das kam für viele Beobachter überraschend. Sprint läuft noch staunend durch seine ersten Wochen als Profi, „das ist schon etwas Besonderes“, schwärmt der 19-Jährige. Dass er tatsächlich spielen könnte, das hatte sich der Schüler, der nächstes Jahr sein Fachabitur ablegen will, nicht ausgemalt. „Man hofft immer zu spielen, aber dieses Jahr nehme ich zum Lernen mit“, sagte der gebürtige Berliner im Trainingslager.

Die Neuzugänge bei Hertha BSC

Im vergangenen Jahr fragten drei Bundesligisten für Sprint an, Hertha vertraute seinem Potenzial und ließ die Tortalente Strebinger und Otremba nach Bremen ziehen. Der 1,94 Meter hohe Hüne mit den großen Händen hatte gute und schlechte Momente in der Vorbereitung, genau wie Burchert. Sprint beeindruckt körperlich und spielt gut mit, doch braucht bisweilen, bis er den Boden erreicht. Burchert wirkt geschmeidiger, aber manchmal nicht entschlossen genug.

„Ein Torwart muss eine gute Ausstrahlung haben, eine Persönlichkeit darstellen, eine Abwehr führen und mitspielen können“, sagt Luhukay, „dann macht es nichts aus, ob er 18 oder 30 Jahre alt ist.“ Ob einer der beiden diese Kriterien erfüllt oder Hertha ein Vier-Spiele-Torwart-Problem hat, wird sich ab heute entscheiden. „Ich weiß, wer spielt, die beiden noch nicht“, sagte Luhukay am Donnerstag.

Besonders für Burchert wäre die Bank bitter. Im siebten Jahr trainiert er mit den Profis, hat acht Kilo Muskelmasse zugelegt und „sich richtig gut entwickelt“, wie Torwarttrainer Christian Fiedler findet. Aber seit der Geschichte, über die hier nicht gesprochen werden soll, wird er kritisch gesehen. Sein Vertrag läuft nun aus. „Wenn ich gut spiele, schaut nicht nur der eigene Verein hin“, weiß Burchert. Dann erzählen die Leute auch endlich andere Geschichten.

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