Sport : Hertha erhält Lizenz

Der Bundesligist muss aber Auflagen erfüllen

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Berlin - Hertha BSC wurde die Lizenz für die kommende Saison von der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) gestern erteilt. Wie in der Vorsaison geschah dies allerdings mit Auflagen. Diese Auflagen beinhalten, dass der Klub monatlich einen Finanzbericht an die DFL schicken muss und sein Negativkapital nicht erhöhen darf. „Das ist nichts Neues und nichts Ungewöhnliches“, sagte Ingo Schiller, der für Finanzen zuständige Geschäftsführer der Hertha BSC Kommanditgesellschaft auf Aktien. Sein Klub hat Verbindlichkeiten von 30 bis 35 Millionen Euro.

Auch die anderen 35 Profivereine der Bundesliga und Zweiten Bundesliga haben die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Wie bei Hertha ist die Spielberechtigung bei einigen Klubs an die Erfüllung von Auflagen oder sogar unerlässlichen Bedingungen geknüpft.

Nachdem sich bei Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wegen einer Schuldenlast von 70 Millionen Euro eine heftige Diskussion um das Lizenzierungsverfahren entzündet hatte, bekam der einzige börsennotierte Bundesligaklub die Lizenz ohne Bedingungen. Der Verein erhält lediglich die üblichen administrativen Auflagen. Die sich insgesamt verbessernde wirtschaftliche Situation in der Bundesliga ist auch bei Vereinen zu erkennen, die in der Vergangenheit finanzielle Schwierigkeiten hatten. Eintracht Frankfurt erhielt die Lizenz ohne Einschränkungen, ebenso wie erstmals seit Jahren der 1. FC Nürnberg. Auch der einst hoch verschuldete VfB Stuttgart erhielt die Lizenz wie der für seine solide Finanzpolitik bekannte FSV Mainz 05 ohne Auflagen und Bedingungen.

Dass es nicht wieder zu Härtefällen wie in der Vergangenheit kommen würde, war angesichts des Schuldenabbaus in der Liga abzusehen. Die Vereine verringerten ihre Verbindlichkeiten von 699 Millionen zum 30. Juni 2004 innerhalb eines Jahres um 11,4 Prozent auf 619 Millionen Euro. Im Vorjahr schrieben 14 Bundesligisten schwarze Zahlen, im Durchschnitt erwirtschaftete jeder Klub 3,128 Millionen Euro. ist/dpa

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