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Hertha gegen Union : Das erste Spitzenderby

11.02.2013 08:34 Uhrvon , und
Wohin des Wegs? Die Kapitäne Torsten Mattuschka (Union, links) und Peter Niemeyer führen ihre Mannschaften am Montag zum großen Duell aufs Feld. Foto: EnglerBild vergrößern
Wohin des Wegs? Die Kapitäne Torsten Mattuschka (Union, links) und Peter Niemeyer führen ihre Mannschaften am Montag zum großen Duell aufs Feld. - Foto: Engler

Zweiter gegen Fünfter: Hertha BSC will den 1. FC Union im Olympiastadion mit seinen besonderen Stärken schlagen. Und Union will dagegen halten - hinten dicht, vorne flexibel. Die beiden Teams im Vergleich.

Herthas Defensive

Fünf Gegentore in den ersten beiden Spielen – zu Saisonbeginn hat Hertha vieles gesucht, unter anderem die defensive Stabilität. Seitdem aber hat die Mannschaft nur noch einmal (2:2 in Duisburg) mehr als ein Gegentor kassiert. Hertha hat die beste Abwehr der Liga und ein Tor weniger kassiert als Tabellenführer Eintracht Braunschweig (der allerdings auch schon ein Spiel mehr bestritten hat). Die Entwicklung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die Innenverteidigung von einem gelernten Mittelfeldspieler (Fabian Lustenberger) und einem gerade 20 Jahre alten Berufsanfänger (John-Anthony Brooks) gebildet wird.

Doch das ungleiche Paar harmoniert glänzend, Lustenberger ist von Trainer Jos Luhukay sogar als bester Innenverteidiger der Zweiten Liga geadelt worden. Was ihm an Körperlichkeit fehlt, macht der 24-Jährige durch seine überragende Spielintelligenz mehr als wett. Allerdings profitiert die Defensive im engeren Sinne auch von der Zuarbeit der restlichen Kollegen. Hertha attackiert den Gegner sehr früh, hält ihn dadurch weit weg vom eigenen Tor. Was trotzdem durchkommt, stellt die Viererkette und Torhüter Thomas Kraft vor nicht mehr allzu große Probleme.

Unions Torhüter
Immer wieder gab es beim 1. FC Union auf dieser Position Diskussionen und Rochaden. Immer wieder hat Trainer Uwe Neuhaus versucht, Jan Glinker einen ernstzunehmenden Konkurrenten vorzusetzen. Meistens vergebens. Carsten Busch (2008 bis 2010) und Marcel Höttecke (ab 2010, seit 2012 zweite Mannschaft) konnten sich nicht etablieren. Es musste schon Daniel Haas kommen. Der 29 Jahre alte Torhüter brachte zu dieser Saison Bundesligaerfahrung aus Hannover und Hoffenheim die Erfahrung von 35 Bundesligaspielen mit nach Köpenick – und qualifizierte sich damit prompt für die Rolle als Nummer eins.

Haas stand in allen 20 Saisonbegegnungen im Unioner Tor und hielt abgesehen von zwei vermeidbaren Gegentoren zu Beginn der Saison in Sandhausen (0:2) und beim Heimspiel gegen Hertha BSC (1:2) souverän. Außerdem läuft der Zweikampf mit Konkurrent Glinker bisher äußerst fair ab. Unions langjähriger Stammtorwart akzeptiert, dass er nun jemanden vor sich hat, der es besser macht – und das, obwohl er zum Zuschauer degradiert ist. Nicht mal bei den beiden DFB-Pokalspielen ließ Uwe Neuhaus Glinker ins Tor.

Herthas Fitness

Peer Kluge stützte sich mit den Händen auf seine Oberschenkel. Er atmete tief. Drei gegen drei auf einer Spielfeldhälfte, mit hoher Intensität und vielen anstrengenden Zweikämpfen: Herthas Mittelfeldspieler konnte nicht mehr. „Ich könnte die Mannschaft in zwei, drei Tagen völlig fertig machen. Das ist ganz einfach“, hat Trainer Luhukay im Trainingslager in der Türkei gesagt. Natürlich will er das nicht. Ein guter Trainer findet ein gesundes Maß aus Belastung und Entlastung. Luhukay und seinen Assistenten ist das bisher offenbar sehr gut gelungen. Co-Trainer Markus Gellhaus sagt sogar: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in der Lage sind, über 90 Minuten Tempofußball zu spielen.“

Und das nicht nur zu Saisonbeginn, sondern über die gesamte Strecke. Darauf legt Luhukay großen Wert. Die Trainingssteuerung ist sein erklärtes Faible. „Wenn du körperlich und konditionell nicht topfit bist, kannst du so ein Spiel wie gegen den FSV Frankfurt nicht mehr gewinnen“, sagt der Holländer. Im letzten Spiel vor der Winterpause lag seine Mannschaft kurz vor Schluss 0:1 zurück - am Ende hieß es 2:1. Hertha hat bereits 15 Tore in der Schlussviertelstunde erzielt, wenn normalerweise die Beine schwer werden. „Wir sind topfit“, sagt Fabian Lustenberger. „Es ist gut, im Hinterkopf zu haben, dass man 90 Minuten gehen kann.“

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