Sport : Hertha hofft

Luizao fällt gegen Bremen aus – Marcelinhos Einsatz ist fraglich

André Görke

Berlin. Der rechte Außenspann schmerzt noch immer, und es wird nur langsam besser. „Wir hoffen“, sagt Huub Stevens, der Trainer von Hertha BSC, knapp. Mehr als hoffen kann Stevens in diesen Stunden auch nicht. Ob Herthas Spielmacher Marcelinho heute zum Bundesligaauftakt gegen Werder Bremen im Olympiastadion (15.30 Uhr) spielen kann, „das entscheiden wir sehr kurzfristig“, sagt Stevens. Die Entscheidung fällt erst wenige Stunden vor dem Spiel.

Seit knapp einer Woche plagt sich Marcelinho mit einer Prellung am rechten Außenspann herum, wegen der er im Testspiel gegen Galatasaray Istanbul am vergangenen Sonntag ausgewechselt werden musste. Am Freitag nahm Marcelinho nur vorsichtig am Training teil. „Sollte er wirklich nicht dabei sein, wären mehrere Positionsänderungen möglich“, sagt Stevens. Marcelinho könne man nicht „eins zu eins“ ersetzen.

Während bei Marcelinho zumindest noch Hoffnung besteht, wird neben Außenverteidiger Arne Friedrich auch Herthas Stürmer Luizao ausfallen. Wegen einer Kapselreizung steht er nicht im Kader, für den Stevens 19 Spieler nominiert hat – zur Sicherheit, falls Marcelinho den Belastungstest vor dem Spiel nicht bestehen sollte.

Mit Arne Friedrich rechnet Herthas Trainer erst „in der kommenden Woche“ wieder. Doch selbst wenn der Nationalspieler wieder am Training teilnehmen sollte, „heißt das nicht, dass er wieder fit für die Bundesliga ist“. Seit Wochen klagt der 24-Jährige über Schmerzen im Unterleib, die er mit der hohen Belastung der vergangenen Saison begründet. Friedrich wird gegen Bremen wohl von seinem Nationalmannschaftskollegen Marko Rehmer vertreten, der sich vor eineinhalb Wochen zwar die Nase gebrochen hat, aber schon am vergangenen Dienstag, im Testspiel gegen die eigenen Amateure, verblüffend mutig in die Zweikämpfe gegangen ist.

Rehmer könnte den Vorzug vor Andreas Schmidt erhalten, zum einen, weil er wegen seiner Schnelligkeit besser zu Bremens Stürmer Ailton passt, zum anderen wegen der erwarteten defensiven Einstellung der Bremer. „Die werden uns das Spiel machen lassen und kontern“, sagt Stevens. Im vergangenen November ist die Taktik aufgegangen. Werder Bremen gewann im Berliner Olympiastadion 1:0.

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