Sport : Hertha holt Wichniarek Bielefelds Torjäger kommt spätestens 2003 nach Berlin

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Berlin. Möglicherweise kommt er erst im nächsten Jahr. Vielleicht aber auch schon zur kommenden Saison. Alles hängt davon ab, wer beim Pokern die besseren Karten hat. Offiziell teilte Hertha BSC gestern mit, der Bielefelder Torjäger Artur Wichniarek sei für vier Jahre verpflichtet worden, der Kontrakt beginne jedoch erst am 1. Juli 2003. Dieter Hoeneß, Herthas Manager, meinte am Abend aber nicht ohne Grund: „Sollte die Konstellation eintreten, dass wir ihn schon früher bekommen, greifen wir natürlich zu.“

Besagte Konstellation könnte sich dann ergeben, wenn Arminia Bielefeld dem vielen Geld nachtrauert, das der Verein bei einem sofortigen Wechsel kassieren könnte. Immerhin fünf Millionen Euro stehen dabei zur Debatte. Nach der kommenden Saison wäre Artur Wichniarek dagegen ablösefrei, da sein Vertrag in Bielefeld 2003 ausläuft. Der Versuch der Arminen, diesen Vertrag bis 2006 zu verlängern, scheiterte an der Ablehnung Wichniareks. „Ich will einen Schritt nach vorn tun, und den kann ich am besten bei Hertha machen“, kommentierte der Stürmer.

Artur Wichniarek, der derzeit Urlaub auf Gran Canaria macht, war bereits vor zwei Wochen zu Gesprächen mit Dieter Hoeneß in Berlin und traf sich später auch noch einmal in Hannover mit dem Hertha-Manager. Am 25-jährigen Polen waren auch andere Klubs wie Werder Bremen und Bayer Leverkusen interessiert. Wichniarek, Nationalspieler seines Landes, hatte sich dadurch empfohlen, dass er in der vorletzten und in der abgelaufenen Zweitliga-Saison mit 18 respektive 20 Treffern erfolgreichster Schütze der Liga war. Damit war er am jetzigen Aufstieg der Bielefelder, zu denen er 1999 gewechselt war, maßgeblich beteiligt. Als Sturmspitze überzeugte Wichniarek auch durch seine läuferischen Qualitäten. „Ein Klassemann“, urteilt Hoeneß. Klaus Rocca

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