Hertha in München : Der Pausenfüller aus Berlin

Am Sonnabend steigt in München das große Spiel für Hertha BSC. Bei den Bayern messen sie dem Spiel weniger Bedeutung zu.

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Er freut sich au den Heimatbesuch. Markus Babbel.
Er freut sich au den Heimatbesuch. Markus Babbel.Foto: dpa

Markus Babbel war dieser Tage mal wieder in seiner Heimat- und Lieblingsstadt München. Es war bei Hertha in der Länderspielpause ja auch weniger los. Dass in München die Spannung auf das am Sonnabend dort stattfindende Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und den Berlinern steigt, konnte der langjährige Bayern-Profi nicht feststellen. „Aber das ist schließlich auch nicht Bayern gegen Real, sondern Bayern gegen Hertha“, sagt Herthas Trainer Babbel. „So sehen die das da unten. da muss man die Kirche im Dorf lassen, uns nimmt da niemand so richtig wahr.“

Die meisten Bayern-Profis sind dieser Tage international im Einsatz und dann haben die Bayern kommende Woche das Champions-League-Spiel beim SSC Neapel. Hertha ist da nicht mehr als ein Bundesliga-Pausenfüller. Aus Berliner Perspektive ist das Spiel natürlich interessanter als aus Münchner, auch wenn die Rollen zwischen Tabellenführer und wackerem Aufsteiger klar verteilt sind. Aber trotzdem seien auch die Münchner verwundbar, sagt der einstige Bayern-Profi und heutige Hertha-Verteidiger Christian Lell. „Am besten spielt es sich gegen die Bayern am Anfang der Saison oder nach einer Länderspielpause.“ Fast alle Bayern-Stammspieler spielten am Dienstag in der EM-Qualifikation mit der deutschen oder mit anderen Nationalteams – das gibt es bei Hertha nur einmal, auf ganz kleinem Niveau: Lewan Kobiaschwili war für die Georgier im 100. Einsatz, Roman Hubnik sah bei Tschechien Rot, aber erreichte noch die Play-offs. Das Hochrechnen von etwaigen Chancen bei den Bayern findet Trainer Babbel uninteressant. „Das ist ein Bonusspiel für uns. Wir haben nichts zu verlieren, danach kommen wieder Gegner, mit denen wir uns messen können.“

In der Offensive wird Hertha wieder auf Adrian Ramos verzichten müssen. Der Kolumbianer fühlt sich körperlich noch zu schwach und konnte am Dienstag nicht mit der Mannschaft trainieren. Besser sieht es bei den Bayern aus: Franck Ribery, der an Frankreichs EM-Qualifikationsspielen aufgrund von Wadenbeschwerden nicht teilnahm, trainierte wieder mit der Mannschaft.

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