Sport : Hertha International

Die Berliner gewinnen 2:0 bei FK Moskau und stehen in der zweiten Qualifikationsrunde des Uefa-Cups

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Moskau - Das Tempo war nicht hoch, das Spiel war kein gutes, aber darum ging es gestern für Hertha BSC auch nicht. Direkt nach dem Ende des Trainingslagers im österreichischen Bad Waltersdorf war die Mannschaft nach Moskau geflogen, um den UI-Cup zu überstehen. Die einzige Vorbereitung auf dieses Spiel inmitten der Saisonvorbereitung bestand in einem Spaziergang der Mannschaft über den Roten Platz. Dennoch gewann Hertha nach dem 0:0 im Hinspiel vor einer Woche in Berlin gestern 2:0 (1:0) bei FK Moskau und ist nun einen Schritt weiter im internationalen Geschäft. Die Berliner steigen damit in der zweiten Qualifikationsrunde in den Uefa-Cup ein.

„Wir freuen uns, dass wird jetzt im Uefa-Cup sind“, sagte Herthas Trainer Falko Götz. „Wir haben in der ersten Halbzeit ganz ansehnlich gespielt und waren schon viel spritziger als vor einer Woche.“ Die Moskauer, die im Hinspiel noch körperlich überlegen waren, enttäuschten gestern, Hertha übernahm in der Sportplatzatmosphäre vor nur 3500 Zuschauern im Torpedo-Stadion schnell die Kontrolle und kam durch Ellery Cairo nach einer Viertelstunde zu einer ersten Schusschance.

Cairo war es auch, der kurze Zeit später eine Flanke in den Strafraum schlug, die von der Moskauer Abwehr unterlaufen wurde. Marko Pantelic hatte genügend Zeit, den Ball mit der Brust anzunehmen, ihn aufticken zu lassen und ins Tor der Moskauer zu dreschen. Zuvor hatte Hertha 589 Minuten lang kein Tor in einem internationalen Wettbewerb geschossen.

Die Moskauer kamen gegen die zunächst sichere Abwehr der Berliner, in der Josip Simunic nach seinem WM-Urlaub in der Startformation stand, in der ersten Halbzeit zu keinen guten Chancen. Noch nicht wieder dabei waren die WM-Teilnehmer Gilberto und Arne Friedrich. Herthas unkomplettes Team beschränkte sich auf die Spielkontrolle, vor der Abwehr verteidigten in Andreas Schmidt und Pal Dardai zwei defensive Mittelfeldspieler. Der Brasilianer Marcelinho stand zwar im Kader, wurde aber nicht eingesetzt. Ob Marcelinho Hertha nun noch vor dem Saisonstart verlassen wird, war auch gestern Abend noch nicht entschieden.

Ohne Marcelinho zog sich Hertha nach der Pause sehr weit in die eigene Hälfte zurück, die Moskauer bauten nun Druck auf. Weil die Berliner bei Flankenbällen Unsicherheiten zeigten, wäre bei zwei Chancen von Adamow und Kiritschenko sogar der Ausgleich möglich gewesen. Bei den Herthanern ließen inmitten der Vorbereitung auf die Bundesligasaison offensichtlich die Kräfte nach, nur selten inszenierten sie Konter.

Ein 1:1 hätte ja auch zum Weiterkommen gereicht. Zwei Minuten vor Schluss wurde ein Konter schließlich bis zum gegnerischen Tor durchgespielt, Yildiray Bastürk schob nach einem Zuspiel von Pantelic den Ball unbedrängt zum 2:0 ein. „Moskau hat es uns schwer gemacht, ich hätte mir das 2:0 früher gewünscht“, sagte Falko Götz.

Gereicht hat es auch so, weiter geht es nun am 10. und 24. August. Das Hinspiel in der zweiten Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup findet also drei Tage vor dem Bundesligastart beim VfL Wolfsburg statt, sicher kein günstigerer Termin als der gestern. Der Gegner wird am kommenden Freitag ausgelost. Tsp

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