Sport : Hertha - Kaiserslautern: "Wir sind alle nette Jungs"

Herr Maas[alle suchen nach einer Erklärung f]

Rob Maas (31) hat sich bei Hertha BSC zuletzt einen Stammplatz erkämpft. Trainer Jürgen Röber schätzt ihn für sein kompromissloses Spiel.

Herr Maas, alle suchen nach einer Erklärung für Herthas deutliche Niederlage in Kaiserslautern. Aber es ist wie so oft zuletzt: Niemand findet eine. Sind Sie schlauer als der Rest?

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Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Nein, das ist alles noch zu frisch, um schon eine Erklärung zu haben. In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich das Spiel bestimmt. Und nach dem 2:0 - bumm - ist alles vorbei. Ich habe nie gedacht, dass wir noch mal zurückkommen. Auch nach dem Anschlusstreffer nicht. Da habe ich schon gewusst: Wir gewinnen das Spiel nicht mehr.

Die Fehler sind bekannt, trotzdem wiederholen sie sich ständig.

Ja, das nervt. Wir haben im Moment so eine Phase. Es ist immer das Gleiche, obwohl die Mannschaft eigentlich genug Erfahrung besitzt, um mit solchen Situationen umzugehen. Ich habe auch immer noch Vertrauen in die Mannschaft. Wir müssen einfach gewinnen, gewinnen. Wie - das ist egal.

Teilen Sie den Verantwortlichen Ihre Sicht der Dinge mit?

Natürlich sprechen wir intern über unsere Situation. Ich rede oft mit Dick van Burik über Fußball. Aber ich bin nicht im Mannschaftsrat.

Macht denn der Mannschaftsrat genug?

Ja, das sind alles Spieler mit Erfahrung.

Und das Mannschaftsgefüge insgesamt - stimmt das?

Wir sind alle nette Jungs. Aber es kann einfach nicht sein, dass ich immer als Erster ausgewechselt werde, weil ich der Einzige bin, der rotgefährdet ist.

Vielleicht fehlt ein richtiger Stinkstiefel, der die Mannschaft in brenzligen Situationen aus ihrer Lethargie reißt.

Was heißt Stinkstiefel? Ich finde, es ist einfach die Pflicht, dass man über seinen Beruf nachdenkt. Das heißt auch, dass man sich einander die Wahrheit sagen darf. So bin ich groß geworden. Huub Stevens war mein Jugendtrainer, mit ihm haben wir ständig über Fußball diskutiert. Auch die Spieler haben unter sich immer über Fehler und Probleme gesprochen.

Muss Trainer Jürgen Röber jetzt härter durchgreifen?

Das müssen Sie den Trainer fragen.

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