Hertha mit Personalsorgen : Rasentreter und Spieler gesucht

Hertha gehen die Spieler aus: Vor dem wichtigen Duell mit Kaiserslautern am Samstag sind mehr als ein Dutzend Profis verletzt. Dazu wurde Lewan Kobiaschwili nach seiner Roten Karte in Leverkusen für zwei Partien gesperrt.

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Lewan Kobiaschwili wurde für zwei Spiele gesperrt, der Verein geht gegen die Strafe bis vor das DFB-Bundesgericht.
Lewan Kobiaschwili wurde für zwei Spiele gesperrt, der Verein geht gegen die Strafe bis vor das DFB-Bundesgericht.Foto: dapd

Bis Mittwoch um 16 Uhr hat der geneigte Hertha-Fan mittels eines Gewinnspiels die Gelegenheit, ein so genannter Rasentreter zu werden. Im vermutlich vorentscheidenden Saisonspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern dürfen die Gewinnspielgewinner in der Halbzeitpause auf das Spielfeld des Olympiastadions, um dort den Rasen für die zweite Halbzeit wieder herzurichten. Nach den Eindrücken des Trainings am Dienstagvormittag könnte es nicht schaden, wenn der eine oder andere Gewinner ein Paar Fußballschuhe mitbrächte. Der gastgebenden Mannschaft von Hertha BSC gehen nämlich vor dem richtungsweisenden Spiel die Spieler aus.

Mehr als ein Dutzend Hertha-Profis sind angeschlagen oder verletzt. Neben den Langzeitverletzten Maik Franz, Fabian Lustenberger und Andre Mijatovic sind auch Roman Hubnik (Außenband-Einriss im Knöchel), Marco Djuricin (Knöchel) und Christoph Janker (Leiste) in Behandlung. Zudem konnten Christian Lell, Adrian Ramos, Pierre-Michel Lasogga, Felix Bastians (alle muskuläre Probleme), Änis Ben-Hatira (Leiste), Raffael (Prellung), Andreas Ottl (Schleimbeutelentzündung) und Alfredo Morales (Wade) nicht trainieren. Allerdings gibt es bei Letzteren die Hoffnung auf rechtzeitige Genesung.

Umbauen aber muss Trainer Otto Rehhagel sein Team auf jeden Fall. Lewan Kobiaschwili wurde nach seiner Roten Karte im Spiel in Leverkusen vom DFB-Sportgericht mit einer Sperre von zwei Spielen belegt. Hertha hat umgehend Einspruch eingelegt.

"Wir müssen erst mal sehen, elf Leute zusammenzubekommen, und dann werden wir sehen, wer wo spielt", sagte Peter Niemeyer, der gegen Leverkusen in der Innenverteidigung aushalf. Niemeyer war einer von sieben Feldspielern, die am Dienstagvormittag auf dem Trainingsplatz standen. Das Heimspiel gegen Kaiserslautern sei das "wichtigste Spiel überhaupt", da zähle nur ein Sieg, um dem drohenden Abstieg entkommenen zu können. "Samstag muss der Kessel brennen", sagte er. Dass Hertha in der laufenden Saison nur drei von 15 Heimspielen gewinnen konnte, sollte ein jeder mal beiseite schieben. Abstiegskampf sei hart, aber diese Situation habe das Team sich selbst eingebrockt. Natürlich gehe das nicht spurlos an einem vorüber. "Abstiegskampf bedeutet extremer Druck", jetzt müssten sich alle beweisen.

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