Hertha-Neuzugang : Atemlos in Berlin

Steve von Bergen steht für Herthas Abwehr bereit. Der Schweizer Nationalspieler ist ein Wunschspieler von Trainer Favre.

Michael Rosentritt
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Steve von Bergen präsentiert sich als Neu-Berliner. -Foto: ddp

BerlinEin wenig atemlos unterschrieb Steve von Bergen gestern sein neues Trikot des Bundesligisten Hertha BSC. Der gestrige Tag war für den neuen Spieler ein in vielerlei Hinsicht bewegender. Er absolvierte seine erste Trainingseinheit mit seinen neuen Mitspielern, anschließend machte er sich etwas mit der Stadt bekannt, ehe er schließlich auf dem Vereinsgelände offiziell vorgestellt wurde. „Berlin ist eine andere Welt“, sagte der 24-Jährige.

Die Bundesliga habe im Vergleich zur Schweizer Liga einen anderen Rhythmus, aber „Steve ist ein taktisch intelligenter Spieler mit hervorragenden Zweikampfwerten, wir trauen ihm zu, gleich ein gute Rolle spielen zu können“, sagte Herthas Manager Dieter Hoeneß. „Einem Einsatz im Heimspiel gegen Stuttgart steht nichts im Wege.“

Die Personalsituation ist bei Hertha vor dem heutigen Duell mit dem Meister auch trotz dieser Neuverpflichtung angespannt. Unter anderem stehen Gilberto, Lakic und Boateng nicht zur Verfügung. Ob aber der Neue in der Startelf steht, „wird der Trainer entscheiden“, sagte von Bergen. Er kenne Lucien Favre sehr gut. „Natürlich hat er eine Rolle beim Transfer gespielt, sagte von Bergen: „Wenn er mich braucht – ich bin bereit.“

Der Schweizer Nationalspieler (ein Einsatz 2006) ist ein Wunschspieler von Favre. Dieser hatte den talentierten Spieler schon 2005 von Xamax Neuchatel zum FC Zürich gelockt. Anschließend feierten beide zwei nationale Meisterschaften. Jetzt folgt er seinem Mentor nach Berlin. „Das ist ein großer Schritt in meiner Karriere. Ich möchte mich verbessern, ich kann noch viel lernen“, sagte von Bergen.

Während Dieter Hoeneß von der Beidfüßigkeit des neuen Spielers schwärmte, griff dieser freundlich, aber korrigierend ein: „Also mein guter Fuß ist schon der rechte, ich spiele aber zwei Jahre in der linken Innenverteidigung“, und deshalb sei sein anderes Bein stetig besser geworden. „Das spricht für seine Bescheidenheit“, konterte Hoeneß, „sein Linker kann mehr als nur das Körpergleichgewicht halten.“ Michael Rosentritt

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