Sport : Hertha wartet weiter im Fall Jerome Boateng

Berlin - Mit einem kurzen Winken verschwand Jerome Boateng in der Kabine. Nach der Auswechslung beim Testspiel gegen den BFC Dynamo (1:0) hatte es am Dienstagabend Pfiffe der Hertha-Fans gegen den 18 Jahre jungen Abwehrspieler gegeben. Denn nach den Abgängen seines Bruders Kevin-Prince (Tottenham Hotspur) sowie des Stürmers Christian Giménez (Deportivo Toluca) steht auch er vor dem Absprung beim Fußball-Bundesligisten. Hertha verhandelt weiterhin mit dem Hamburger SV über den Transfer, den sich auch der Spieler wünscht. Es wäre der zwölfte Abgang vor dieser Saison – bei bislang nur drei Zugängen.

Strittig ist nach wie vor die Ablösesumme. Hertha verlangt 1,5 Millionen Euro, der Hamburger SV bietet eine Million. Der HSV prüfe derzeit eine Aufstockung, heißt es aus Vereinskreisen. Zuvor müsste aber der Aufsichtsrat zustimmen. Beide Vereine bestätigten am Mittwoch die andauernden Gespräche, ein Zeitlimit dafür gebe es nicht. Die Transferperiode endet am 31. August, die Bundesliga-Saison beginnt für Hertha BSC aber schon am Samstag kommender Woche. Herthas Trainer Lucien Favre, der den Umbruch vorantreibt, weiß nicht, ob er zum Auftakt in Frankfurt auf Boateng zählen kann. „Das werden wir sehen“, sagt Favre. Tsp

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