Hertha will Argentinier : Conca soll das Mittelfeld verstärken

Manager Hoeneß ist nach Brasilien gereist, um den Argentinier Conca vom brasilianischen Erstligisten Fluminense zu verpflichten. Angeblich kostet Conca drei Millionen Euro Ablöse

Claus Vetter
Conca Foto: promo
Neu-Herthaner? Der Argentinier Conca.Foto: promo

Er ist klein, schnell und angeblich nicht zu teuer für Hertha BSC: Der Argentinier Dario Conca soll als Spielgestalter das Mittelfeld bei Hertha BSC verstärken. Manager Dieter Hoeneß flog bereits nach der Partie am Sonnabend gegen Bielefeld nach Rio de Janeiro, um die Verhandlungen über den Mittelfeldspieler von Fluminense zum Abschluss zu bringen. Angeblich soll die Ablöse für Conca bei drei Millionen Euro liegen.

Problematisch könnte es allerdings sein, dass Fluminense den ausgeliehenen Spieler nicht unbedingt abgeben will. Der Argentinier wurde vom argentinischen Klub River Plate Buenos Aires an Fluminense ausgeliehen. Fluminenses Manager Branco sagte erst vor wenigen Tagen der brasilianischen Tagesszeitung „O Globo“: „Die Berliner können Conca ruhig haben wollen, aber wir haben das Vorrecht, ihn zu kaufen und wir wollen ihn kaufen.“ Es dürfte wohl alles eine Frage des Geldes sein und es ist damit zu rechnen, dass Hoeneß schnell zu einem Ergebnis kommen wird.

Manager Hoeneß will zu einem schnellen Ergebnis kommen

Erst vor wenigen Tagen bekräftigte Herthas Manager, dass er vor Ablauf der Transferperiode noch einen Mittelfeldspieler verpflichten wolle. „Am 31. August ist die Deadline, jeder Tag früher wäre mir recht“, sagte Hoeneß. „Aber der Spieler muss sportlich passen und er muss wirtschaftlich passen.“ Was die wirtschaftliche Seite angeht, hat Hertha ja noch ein Polster: Neun Millionen Euro hatte der Fußball-Bundesligist vor der Saison für neue Spieler zu Verfügung. Mit der Verpflichtung von Amine Chermiti (rund zwei Millionen Euro Ablöse) waren rund sechs Millionen Euro ausgegeben, also müsste noch genug Geld für Conca übrig sein.

Doch wie sieht es sportlich aus? Conca stellte sein Talent schon früh unter Beweis, bereits mit 15 Jahren spielte er in der zweiten argentinischen Liga. Besonders groß ist er allerdings mit 1,67 Meter nicht, er wäre damit der kleinste Spieler in Herthas Mittelfeld. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, von einem Spielgestalter wie Conca werden ja nicht vorrangig robuste Zweikämpfe erwartet. Was allerdings erstaunt, ist, dass Brasilien-Fan Lucien Favre nun nichts gegen die Verpflichtung eines Argentiniers hat. Herthas Trainer hält nämlich die Brasilianer für die besseren Fußballer, „sie können das Spiel oft besser lesen“, hat er schon mal gesagt. Es ist also kein Wunder, dass Hertha fünf Brasilianer im Team hat. Dass nun ein Argentinier dazukommt, liegt wohl daran, dass der Trainer bei einer Brasilien-Exkursion angetan war von Dario Conca. Immerhin spricht ja aus Favres Sicht für Conca, dass er in Brasilien spielt. Vielleicht spielt Dario Conca ja nun schon am Sonnabend in München – wenn Hertha am dritten Bundesliga-Spieltag bei den Bayern aufläuft.

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