Sport : Herthas Amateure im Aufstiegskampf Mit Profis gegen Dresden

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Berlin. Thorben Marx, Profi des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC, hat eine anstrengende Saison hinter sich. Urlaub täte gut, klar. Doch nun hat ihn Frank Vogel, Trainer von Herthas Amateuren, angerufen und um Hilfe gebeten. Marx muss heute Nachmittag mit den Amateuren von Hertha BSC um den Aufstieg in die Regionalliga spielen. Um 14 Uhr 30 steigt im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion das Hinspiel gegen Dynamo Dresden. Der MDR überträgt das Spiel live im Fernsehen. Eine Woche später findet im Jahnsportpark das Rückspiel statt. Der Sieger steigt in die Regionalliga auf.

Dass ein Profi wie Marx für die Amateure eines Bundesligisten spielen darf, ist vom Deutschen Fußball-Bund erlaubt: Er darf nur nicht älter als 24 Jahre alt sein. Marx wird in Dresden nicht der einzige Spieler sein, der einen Vertrag bei den Profis besitzt. Auch Trond Ludvigsen, Joel Tchami, Nderim Nedzipi und Oliver Schröder werden die Amateure unterstützen. Trainer Vogel findet es „beachtenswert, aber schon selbstverständlich, dass einer wie Marx in dieser Situation in sein altes Team zurückkehrt“. Der 21-Jährige hatte bis Herbst vergangenen Jahres für Herthas Amateure in der Oberliga gespielt, schaffte dann den Sprung zu den Profis.

Seit Monaten haben sie bei Hertha auf dieses Spiel hingearbeitet: Die Amateure sind in der Oberliga klar Meister geworden. Doch da die Liga in zwei Staffeln aufgeteilt ist, trifft am Saisonende der Meister der Nordstaffel auf den der Südstaffel. In Dresden ist die Euphorie enorm: Das Stadion wird wohl mit 16 500 Zuschauern ausverkauft sein. In den beiden Aufstiegsspielen gelten die Regeln des Europapokals, nach denen auswärts erzielte Tore bei Torgleichheit höher gewertet werden.André Görke

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