Herthas Endspiel : Wolfgang Holst: "Bislang fehlt mir der Glaube"

Am Samstag trifft Hertha BSC auf den 1. FC Nürnberg. Vor dem Endspiel befragen wir Menschen, die mit Hertha zu tun haben, zu ihren Hoffnungen. Diesmal: Wolfgang Holst, 1979 bis 1985 Präsident und heute Mitglied im Ältestenrat des Vereins.

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Wolfgang Holst. -Foto: Imago

Hertha gegen Nürnberg – ist das schon die letzte Chance im Abstiegskampf, Herr Holst?



Im Grunde lautete die Antwort: Ja. Das Spiel gegen Nürnberg ist die letzte Möglichkeit, den Anschluss zu wahren und noch mit dem Erhalt der Klasse zu kokettieren. Es geht tatsächlich um Sein oder Nichtsein.

Was stimmt Sie zuversichtlich?

Wer sagt, dass ich zuversichtlich bin? Bislang fehlt mir der Glaube. Ich habe Nürnberg in Wolfsburg und in Hannover gesehen. Von den vier Mannschaften, die unten stehen, machen sie mir den stärksten und stabilsten Eindruck. Herthas Leistung in Hamburg war in Ordnung – gegen Nürnberg würde sie nicht reichen. Die Mannschaft muss sich steigern. Ich habe meine Zweifel an der Qualität, aber das ist am Samstag vor allem eine psychologische Frage. Wenn die Spieler sich total mit dem Verein identifizieren, werden sie über sich hinauswachsen. Das traue ich ihnen zu.

Was würde der Abstieg bedeuten?

Er würde mich emotional sehr belasten, aber wir dürfen deshalb nicht in Trauer versinken. Wir müssen in der Führung erst recht zusammenstehen und eine Wagenburg bilden. Wenn wir die Ursachen sauber analysiert haben, werden wir selbstverständlich die Renaissance anstreben. Das erwartet man von uns in Berlin. Ein Abstieg darf kein Abschied für immer sein.

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