Sport : Herthas Investor ist aus Berlin

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Berlin - Wie berichtet, steht Hertha BSC vor dem Abschluss mit einem Investor, der so genannte Genussscheine erwerben will. Dem hoch verschuldetem Berliner Bundesligisten würden sich damit neue Spielräume eröffnen. Ingo Schiller, der für Finanzen zuständige Geschäftsführer der Hertha BSC Kommanditgesellschaft auf Aktien, bestätigte gestern auf Nachfrage, „dass wir intensiv daran arbeiten“. Die Aktion hat Hertha lange geplant. Wie zu erfahren ist, soll der Abschluss in den nächsten Tagen erfolgen. Bei dem Investor handelt es sich um die Berliner Aktiengesellschaft für Beteiligungen. Der Sitz des Unternehmens, das 1928 gegründet wurde und an den Börsen in Berlin, Frankfurt und Stuttgart notiert ist, ist Berlin. Mehrheitsaktionär ist der Grieche Konstantinos Kazinakis, Vorstandschef ist Dietmar Schallwich.

Der Vertrag soll ein Volumen von 25 Millionen Euro umfassen. Das Geld soll nicht als Fremdkapital verbucht werden, sondern als Eigenkapital, was nicht zuletzt in der Bilanz besser aussieht. Am Ende der Laufzeit müsste Hertha die Summe zurückzahlen oder aber den Vertrag verlängern. Das Geschäft soll zunächst auf sieben Jahre angelegt sein.

Mit einem ähnlichen Konstrukt beschaffte sich der 1. FC Köln 2004 frisches Geld. „Für Investor und Verein ist das ein ideales finanzielles Instrument“, sagt Ingo Schiller. Die Höhe der Rendite ist für den Investor eng an den Erfolg des Vereins gekoppelt. Je besser sich Hertha in der Bundesliga platziert, desto mehr Gewinn erwirtschaftet der Klub. Und an diesem Gewinn wird der Investor beteiligt. Bei ausbleibenden Gewinnen wird häufig eine Nachzahlung vereinbart.

Die Berliner Aktiengesellschaft würde nach einem Abschluss des Deals zwar Anspruch auf Rendite haben. Einfluss auf die Vereinspolitik aber dürfte sie nicht nehmen. Grobe Veränderungen in der Strategie des Klubs sind auch sonst nicht zu erwarten – große Stars wird Hertha sich weiterhin nicht leisten können. Das Geld soll vor allem für den Schuldenabbau verwendet werden.ist/miro

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