Herthas Kapitän : Arne Friedrich: „Weshalb eigentlich Wunder?“

Arne Friedrich spricht über Herthas Titelchancen und die starken Nerven seines Teams. Für das Spiel gegen Schalke steht der lange verletzte Kapitän bereit.

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Abwehr-Chef. Arne FriedrichFoto: ddp

Herr Friedrich, Hertha hat weiterhin nur einen Punkt Rückstand auf die Spitze. Glaubt Ihre Mannschaft inzwischen an das Wunder?



Weshalb eigentlich Wunder? Ich glaube, das Wort ist ein bisschen hochgegriffen. Wir haben eine gute Taktik und spielen sehr ordentlich. Deshalb stehen wir zurecht in der Tabellenspitze.

Mit Glück hat das also nichts zu tun?

Ein bisschen Glück muss man haben, um Meister zu werden. Im Spiel gegen Köln hätte vielleicht ein Elfmeter gegen uns gepfiffen werden müssen. Aber die Bayern hatten auch Glück, weil gegen Leverkusen zweimal nicht gegen sie gepfiffen wurde.

Spüren Sie im Schlussspurt um die Deutsche Meisterschaft mehr Nervosität in der Mannschaft als sonst?

Nein, im Gegenteil. Wir haben schon oft bewiesen, dass wir starke Nerven haben. Häufig siegen wir nur mit einem Tor Unterschied, inzwischen schon 14 Mal.

Waren Sie überrascht davon, dass Andrej Woronin nicht von Beginn an gespielt hat?

Andrej ist ganz wichtig für uns, das weiß er selbst. Auch wenn er mal nicht spielt. Wir können etwas Großes schaffen – diesem Ziel muss sich jeder unterordnen.

Nach Ihrer Meniskus-Verletzung vor fünfeinhalb Wochen sind Sie in Köln eingewechselt worden. Ist im Spiel gegen Schalke wieder mit Ihnen zu rechnen?

Die 13 Minuten Wettkampf am Dienstagabend waren sehr wichtig für mich. Ich hatte ein gutes Gefühl – für den Samstag bin ich bereit.

Aufgezeichnet: Ingo Schmidt-Tychsen.

Arne Friedrich, 29, ist seit der Saison 2004/2005 Herthas Mannschaftskapitän. Gegen Köln wurde er nach fünfeinhalb Wochen Verletzungspause eingewechselt.

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