Herthas Mittelfeldspieler : Fabian Lustenberger: Versunken im Zentrum

Herthas Fabian Lustenberger kommt im defensiven Mittelfeld nicht an Andreas Ottl und Peter Niemeyer vorbei. Doch der Schweizer möchte wieder regelmäßig spielen, sonst müsse man sich trennen.

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Selten am Ball. Trotz seiner Qualitäten kam Fabian Lustenberger (li., hier mit dem Mainzer Ivanschitz) nur selten zum Einsatz.
Selten am Ball. Trotz seiner Qualitäten kam Fabian Lustenberger (li., hier mit dem Mainzer Ivanschitz) nur selten zum Einsatz.Foto: dpa

Manchmal ist es ganz gut, wenn man als Fußballer über eine gewisse Erfahrung verfügt, sonst wäre Fabian Lustenberger, 23, dieser Tage vielleicht endgültig in eine Sinnkrise gestürzt. Lustenbergers internem Konkurrenten Andreas Ottl war bei einem Trainingsspiel eine besondere Rolle zugeteilt worden. Als einziger Spieler trug der frühere Münchner ein rotes Leibchen, das ihn stets als Teil jener Mannschaft auswies, die sich gerade im Angriff befand. Ottl verteilte die Bälle in alle Richtungen des Platzes und war dadurch ganz selbstverständlich so etwas wie das Zentrum des Spiels. „Als junger Spieler hätte ich mir bestimmt Gedanken gemacht: Oh, was hat das jetzt zu bedeuten?“, sagt Fabian Lustenberger. Aber nach dreieinhalb Jahren bei Hertha BSC misst er solchen Details nicht mehr allzu viel Bedeutung bei: „Ich glaube nicht, dass der Trainer sich schon entschieden hat, wer gegen Nürnberg von Anfang an aufläuft.“

Die Aussage besitzt durchaus beschwörenden Charakter. Fabian Lustenberger will einfach daran glauben, dass er eine faire Chance besitzt, in zehn Tagen beim Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga in Herthas Startelf zu stehen. In der Hinrunde ist ihm das nur zwei Mal geglückt, weshalb Lustenberger die Vorbereitung auch als Neustart begreift, zumal unter dem neuen Trainer Michael Skibbe. „Es ist natürlich eine neue Chance“, sagt der Schweizer. „Mein Ziel ist es, in der Rückrunde regelmäßig zu spielen. Und ich glaube, ich habe auch die Qualität dazu.“

Die Trainerstationen von Herthas neuem Coach Michael Skibbe in unserer Bildergalerie:

Michael Skibbes Trainerkarriere
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An Lustenbergers Qualitäten hat auch der vorherige Trainer Markus Babbel keine grundsätzlichen Zweifel gehegt. Es ist ja offenkundig, dass der defensive Mittelfeldspieler über viel Spielintelligenz verfügt und mit einer mehr als soliden Technik ausgestattet ist. Von Babbel ist noch aus Zweitligazeiten der Satz überliefert, für Lustenberger werde er immer ein Plätzchen finden. Seltsam nur, dass er dann im Sommer Andreas Ottl, 26, aus München holte, der in allen 17 Saisonspielen in der Startelf stand, meistens an der Seite von Peter Niemeyer. Das Plätzchen für Fabian Lustenberger hingegen fand sich vornehmlich auf der Ersatzbank.

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