HERTHAS NEUE MIJATOVIC UND LASSONGA : Ein neuer Simunic und ein Krafttalent

Andre Mijatovic
Andre MijatovicFoto: ddp

Eigentlich wurde Andre Mijatovic ja als Ersatz für den zum VfL Wolfsburg wechselnden Arne Friedrich verpflichtet. Doch als Spielertyp gleicht der chronisch unrasierte Kroate eher seinem Landsmann Josip Simunic, der Hertha 2009 Richtung Hoffenheim verließ. „Andre Mijatovic ist ein zweikampf- und kopfballstarker Abwehrspieler, und ist dazu bei Standardsituationen sehr torgefährlich“, charakterisiert Manager Michael Preetz den 1,91 Meter großen Innenverteidiger. Doch wie Simunic ist Mijatovic auch in unregelmäßigen Abständen für einen Aussetzer gut.

Dennoch gehörte der 30-Jährige bei Greuther Fürth, wohin er 2005 von Dinamo Zagreb kam, und ab 2007 bei Bielefeld in 43 Bundesliga- und 91 Zweitligaspielen in der Regel zu den zuverlässigsten Abwehrkräften.

Dass die Arminia ihn trotz eines Vertrages bis 2012 ziehen ließ, hat auch damit zu tun, dass der Verein nur knapp dem Lizenzentzug und der Insolvenz entgangen ist. Mijatovic war einer der Topverdiener und nicht mehr finanzierbar. Hertha gab bekannt, ihn ablösefrei für zwei Jahre verpflichtet zu haben, Bielefeld möchte keine Auskünfte über die Modalitäten geben. Ähnlich bedeckt halten sich die Vereine beim zweiten Neuen, Pierre-Michel Lassonga aus Leverkusen. Das 18 Jahre alte Sturmtalent glänzte bei Bayers A-Junioren mit 25 Toren in 25 Ligaspielen und verpasste im Finale die A-Jugend-Meisterschaft. Der 1,88 Meter große Lassonga besticht vor allem durch eine für sein Alter beeindruckende Athletik. Zuletzt wurde er heftig von Ligakonkurrent Alemannia Aachen umworben, unterschrieb dann jedoch für drei Jahre bei Hertha.

Die Stoßrichtung beider Transfers ist klar: Hertha setzt in der Zweiten Liga vermehrt auf robuste Akteure. Eine sinnvolle Strategie, auch wenn Mijatovic eine Hypothek mitbringt: Drei Mal scheiterte er schon am Aufstieg. dob

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben