Herthas Stürmer : Pantelic läuft wieder

Marko Pantelic scheint doch noch rechtzeitig fit zu werden: Hertha hofft auf einen Einsatz des Stürmers am Sonnabend im Spiel gegen den HSV. Für Amine Chermiti ist das eine eher schlechte Nachricht.

Stefan Hermanns
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Marko Pantelic will gegen Hamburg unbedingt auf dem Rasen stehen. -Foto: dpa

Berlin - Die ästhetisch anspruchvollste Aktion des Tages gelang Amine Chermiti. Von der rechten Seite flog die Flanke heran, hoch und weit, der Ball senkte sich erst hinter Chermiti endlich zur Erde, eigentlich ein bisschen zu spät, doch der Tunesier legte sich in Brusthöhe waagerecht in die Luft und wuchtete den Ball mit einem Scherenschlag ins Tor. Nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause ist dem Stürmer von Hertha BSC die Lust am Fußballspielen deutlich anzumerken, doch Chermiti wird ihr wohl bis auf Weiteres erst einmal nur im Training frönen dürfen. Aller Voraussicht nach steht der 21-Jährige am Samstag nicht im Kader für das Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV. Für Chermiti ist das eine schlechte Nachricht, für Hertha eine halbwegs gute. Denn Marko Pantelic scheint doch noch rechtzeitig fit zu werden für das Duell des Tabellenfünften Hertha gegen den Tabellenvierten HSV.

Der Serbe hat sich am Wochenende, beim 1:0-Sieg gegen Hoffenheim, eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Bis einschließlich Mittwoch konnte er nicht trainieren, gestern absolvierte Pantelic wenigstens eine Laufeinheit. Ob es für einen Einsatz gegen die Hamburger reicht, entscheidet sich am Freitag im Abschlusstraining. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Serbe nahezu das komplette Trainingsprogramm verpasst und am Wochenende trotzdem spielt. Nur für den Fall, dass er ausfällt, darf sich Amine Chermiti Hoffnungen machen, in den Kader zu rücken. „Vielleicht“, sagte Trainer Lucien Favre. „Ja.“ Auch der Einsatz von Rechtsverteidiger Sofian Chahed ist noch fraglich. Er musste gestern wegen einer Muskelverhärtung mit dem Training aussetzen. „Ich hoffe, beide sind im Kader“, sagte Favre.

Mit einem Sieg am Samstag würde Hertha am HSV vorbeiziehen. „Wir haben die Chance, uns da oben richtig festzusetzen“, sagt Manager Dieter Hoeneß. Dafür spricht die Macht der Gewohnheit. Gegen keinen anderen Gegner haben die Berliner zu Hause mehr Tore erzielt, seit der Aufstiegssaison haben sie im Olympiastadion nicht mehr gegen den HSV verloren. „Diesen Nimbus würden wir schon gerne behalten“, sagt Hoeneß. Zumal sich die euphorische Stimmung, die nach dem Sieg gegen Hoffenheim ausgebrochen ist, noch konservieren ließe. Hertha rechnet mit knapp 50 000 Zuschauern, am Sonntag waren es fast 60 000. Mit Hoffenheim können die Hamburger im Moment offenbar nicht mithalten. Stefan Hermanns

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