Herthas Transfers : Versprechen mit Risiko

Die Verpflichtung von Peter Niemeyer markiert das Ende der Berliner Transferbemühungen. Mit ihm ist Herthas Kader komplett und kann nun beurteilt werden.

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Der Anfang war zugleich das Ende. Herthas Neuzugang Peter Niemeyer trat am Dienstag gegen den ersten Trainingsball, für ihn soll Hertha BSC ein sportlicher Neuanfang werden. Und doch markiert seine Verpflichtung ein Ende – das Ende der Berliner Transferbemühungen. Mit ihm ist Herthas Kader komplett und kann nun beurteilt werden.

Einen neuen Trainer und zehn Neuzugänge hat Manager Michael Preetz in den drei Monaten seit dem Abstieg geholt, den weiterverpflichteten Hubnik, Rückkehrer Kaka und die Jugendspieler nicht mitgerechnet. Dazu wurden Raffael und Ramos gehalten. Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Trotz der Abgänge von Stammspielern wie Friedrich, Drobny, Kacar oder Cicero ist die Mannschaft nicht auseinandergefallen, sondern sie ist ein Versprechen auf mehr. Die Fans nehmen es gerne entgegen, 12 000 verkaufte Dauerkarten zeugen davon.

Fast ausnahmslos alle Neuen hätten die Qualität, in der Bundesliga zu spielen, ohne dass man bekannte, aber satte Altstars geholt hätte. Einzig Ronny (wegen seiner Fitness) und Lell (wegen privater Querelen) fallen ab. Dem Anspruch Aufstieg hat Hertha dennoch gute Transfertaten folgen lassen – und wieder einmal kein finanzielles Risiko gescheut.

Ob das neue Team ein unerfülltes Versprechen bleibt? In der Zweiten Liga sind jedenfalls nicht nur Qualität, sondern auch Nehmerqualitäten gefragt.

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