Herzversagen : Turn-Olympiasieger Klaus Köste verstorben

Turn-Olympiasieger Klaus Köste ist tot. Wie seine Frau Sabine Köste dem früheren Rad-Weltmeister Gustav Adolf „Täve“ Schur am Samstag bestätigte, ist der frühere Spitzenturner am Freitag im Alter von 69 Jahren an Herzversagen gestorben

Der frühere DDR-Turner Klaus Köste bei seiner Kür am Seitpferd bei den Olympischen Sommerspiele in München am 30.08.1972.
Der frühere DDR-Turner Klaus Köste bei seiner Kür am Seitpferd bei den Olympischen Sommerspiele in München am 30.08.1972.Foto: dpa

Klaus Köste war seit dem Tod von Walther Steffens (2006) Deutschlands ältester Turn-Olympiasieger. Der in Frankfurt (Oder) geborene Köste hatte 1972 in München die Goldmedaille am Pferdsprung für die DDR erkämpft und zehn weitere Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Für seinen Heimatverein SC DHfK Leipzig holte er 34 nationale Meistertitel und ist damit gemeinsam mit Eberhard Gienger (Künzelsau) der deutsche Turn-Rekordmeister.

Nach Beendigung seiner Karriere und dem Abschluss seines Studiums als Diplom-Sportlehrer wirkte Köste als DDR-Auswahltrainer für Frauen sowie als Cheftrainer Turnen beim SC Leipzig. Danach war er bis 1987 als Hochschullehrer an der DHfK in Leipzig tätig. 2005 hatte sich Köste bereits einer Herzoperation unterziehen müssen, doch meldete er sich in den Jahren danach als Seniorenturner an den Geräten zurück. Köste war als Referent zwischen 1998 bis 2002 einer der engsten Mitarbeiter von Gustav Adolf „Täve“ Schur während dessen Zeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages für die PDS.(dpa)

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