Hetzplakate, Pöbeleien und Gewalt : Oje, mein BVB

Was ist aus den Dortmunder Fans geworden? Sechs Anhänger aus der Tagesspiegel-Redaktion erzählen von der Sorge um ihren Klub.

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Grauzone Süd. Auf der gigantischen Tribüne von Borussia Dortmund stehen bei den Spielen zwischen 25 000 und 30 000 Menschen nah bei einander. Nach den Ausschreitungen gegen RB Leipzig könnte dieser Teil des Stadions womöglich bald für ein Spiel geschlossen bleiben. Dem BVB droht eine empfindliche Strafe durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Foto: Bielefeld/Imago Foto: imago/Thomas Bielefeld
Grauzone Süd. Auf der gigantischen Tribüne von Borussia Dortmund stehen bei den Spielen zwischen 25 000 und 30 000 Menschen nah...Foto: imago/Thomas Bielefeld

Einfach mal die Fresse halten

Meine Omma zuhause in Aplerbeck wäre nie ins Stadion gegangen. Dennoch war der BVB ein stetes Thema zwischen uns. So ist es in Dortmund: Borussia erreicht schlicht alle – von Omas bis zu Idioten, die man einfach ignorieren sollte. Oder?

Damit zum Aktuellen: Dass es Ultras schaffen, der gesamten Süd größtenteils dümmliche, teils menschenverachtende Banner unterzujubeln, kann ich gerade noch nachvollziehen. Auch ich war schon Teil von Choreografien, die ich nicht voll umreißen konnte. Und auch ich hätte geholfen, manche der Anti-RB-Banner hochzuhalten.

Nun aber – auch nach der Gewalt – kennen selbst kluge Fanblogs keine größere Sorge als die um das Ansehen des Protests gegen Red Bull. Beim Pokalspiel gegen die Hertha gab es kaum Transparente gegen den Hass. Während Marcel Schmelzers Videobotschaft sangen die Ultras extralaut. Die Unfähigkeit, mal die Fresse zu halten, wenn man’s grandios verbockt hat, kann ich nicht ignorieren. (Johannes Schneider)

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