Sport : „Heute war der alte Marcelinho wieder auf dem Platz“

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Marcelinho, Sie haben zwei Tore erzielt. Was bedeuten die Ihnen?

Es fällt sehr viel Last von mir ab. Jetzt kann ich wieder befreit Fußball spielen. Wenn ich drei, vier Spiele kein Tor erziele, dann sage ich mir: Jetzt musst du unbedingt wieder treffen. Das ist endlich weg. Aber auch heute war der alte Marcelinho schon wieder auf dem Platz. Und das, obwohl es geregnet hat. Ich widme die Tore meiner Frau und meinen Kindern. In den vergangenen schweren Wochen haben Sie mich unterstützt und mir immer wieder gesagt, dass es wieder aufwärts gehen wird.

Anfang der Woche haben Sie sich öffentlich über die Ihrer Meinung nach schwache Leistung von Herthas Nationalspielern beklagt. Sind Sie heute zufrieden?

Ich hätte die Kritik besser intern äußern sollen. Wir hatten Probleme, aber auf dem Platz haben wir gezeigt, dass wir uns gegenseitig helfen. Ich gratuliere der Mannschaft zu diesem Sieg. Wenn wir weiter so gut spielen, dann gewinnen wir auch weiter.

Werden Sie in Zukunft weiter Kritik äußern, wenn es schlecht läuft?

Wenn es Probleme gibt, dann sollte man mit der Gruppe darüber sprechen, damit die sich daraufhin verbessern kann.

Nach dem Spiel hat Herthas Trainer Falko Götz Sie in den Arm genommen und Ihnen etwas ins Ohr geflüstert. Was hat er zu Ihnen gesagt?

Er hat mich dafür gelobt, dass ich auch in der Defensive mitgeholfen habe. Ich habe mich mit den Kollegen auf dem Platz unterhalten. Der Trainer hat gesagt, dass das gut gewesen ist. Ich will meinem Trainer für das Vertrauen danken, dass er mir immer wieder entgegenbringt, denn das ist sehr wichtig für mich.

Michael Ballack könnte Bayern München am Saisonende verlassen. Ist es möglich, dass Sie sein Nachfolger werden und Ihren Vertrag bis 2007 in Berlin nicht erfüllen?

Ich fühle mich sehr wohl bei Hertha und möchte meinen Vertrag auch erfüllen. Aber natürlich will jeder Spieler bei den Bayern spielen. Wenn ein gutes Angebot für mich und für Hertha kommt, dann kann darüber selbstverständlich geredet werden.

Aufgezeichnet von

Ingo Schmidt-Tychsen

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