Sport : Hewitt ist der Jüngste

Lleyton Hewitt ist seit Freitag die jüngste Nummer 1 der Tennis-Welt aller Zeiten. Mit 20 Jahren, 8 Monaten und 23 Tagen stürzte er den Brasilianer Gustavo Kuerten vom Thron und krönte sich beim Masters Cup in Sydney als dritter Australier nach John Newcombe (1974) und Patrick Rafter (1999) selbst zum neuen Regenten. Mit einem 7:5, 6:2 gegen Rafter sicherte sich Hewitt ungeschlagen den Sieg in der John-Newcombe-Gruppe und trifft im heutigen Halbfinale auf den Spanier Juan Carlos Ferrero. Im anderen Semifinale des mit 3,7 Millionen Dollar dotierten Saisonfinales stehen sich Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow (Russland) und der Franzose Sebastien Grosjean gegenüber.

Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.de "Es ist ein unglaubliches Gefühl, dies im Alter von 20 Jahren und ausgerechnet hier in Australien zu schaffen. Ein Traum ist wahr geworden", sagte Hewitt im mit 17 000 Fans fast ausverkauften Superdome. "Es ist hart, gegen meinen besten Freund auf der Tour zu spielen", meinte der US-Open-Sieger, der nach dem sechsten Matchball noch außer Atem war. Rafter gratulierte und umarmte seinen Freund, ATP-Boss Mark Miles übergab Hewitt die Trophäe für den besten Profi der Saison 2001.

"Lleyton hat es verdient", meinten seine Rivalen Kuerten und der frühere Weltranglisten-Erste Andre Agassi (USA). Kafelnikow meldete angesichts der extrem Kraft raubenden Spielweise Hewitts allerdings Bedenken an: "Es muss sich noch zeigen, ob er so auf Dauer die Nummer 1 bleiben kann." In zwei Wochen sollen Hewitt, Rafter und Ko. auch noch den Daviscup (Finale gegen Frankreich) nach Australien holen. Rafter, der Ende Dezember 29 Jahre alt wird, nimmt nun eine Auszeit und will dann entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzt: "Das Gute ist, dass es bei mir hier von Spiel zu Spiel besser gelaufen ist."

Die restlichen drei Spiele (Halbfinals/Finale) des Top-Acht-Turniers haben keinen Einfluss auf die Nummer eins im Champions Race 2001 mehr. Bisher war der Amerikaner Jimmy Connors der jüngste Spieler an der Spitze der Weltrangliste: Mit 22 Jahren und 3 Monaten wurde er 1974 die Nummer 1. Erst ein Jahr zuvor hatte die Profi- Organisation ATP die Ranglisten eingeführt - vor Hewitt standen 20 Tour-Profis an der Spitze.

Im Duell um Platz zwei in der Ken-Rosewall-Gruppe setzte sich Ferrero mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5) gegen Goran Ivanisevic aus Kroatien durch. Kafelnikow hatte sich zuvor ungeschlagen den Gruppensieg gesichert. Der Russe bezwang den top-gesetzten Kuerten mit 6:2, 4:6, 6:3 und machte damit erst den Weg für Hewitt an die Spitze der Weltrangliste frei. "Für mich fängt das Turnier erst morgen an", meinte ein hochmotivierter Kafelnikow nach seinem Durchmarsch zum Gruppensieg.

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